Vergreisung Österreichs nimmt auch 1999 weiter zu - wieder 3,3 % Geburten weniger als 1998

Wien (OTS) - Auch 1999 hat sich der Trend der sinkenden Geburtenzahlen in erschreckendem Ausmass fortgesetzt. Seit 1945 wird die Geburtenzahl erstmals unter 80.000 Geburten liegen. Rund 78.500 Babies werden 1999 das Licht der Welt erblickt haben, das sind 16.800 oder 11,6% weniger als 1992. Geht man von dem absoluten Babyboom-Höchststand des Jahres 1963 aus (134.809 Geburten), so beträgt dder Rückgang der jährlichen Geburten 41,8%. Wie der Präsident des Österreichischen Familienbundes, Mag. Otto Gumpinger, feststellte, sei es angesichts dieser Zahlen an der Zeit, Massnahmen zu setzten um jungen Paaren das "Ja" zum Kind zu erleichtern.

Einer jüngsten Studie zufolge über Fertilitätshemmnisse, durchgeführt von der Akademie der Wissenschaften im Auftrag des Landes Oberösterreich, sind die fehlenden Möglichkeiten der besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie an erster Stelle genannt worden. Für die meisten jungen Männer und Frauen ist der Wunsch nach flexibler Arbeitszeitgestaltung in Kombination mit einer breiten Palette von Kinderbetreuungsmöglichkeiten besonders ausgeprägt. Bessere finanzielle Rahmenbedingungen und allgemein mehr Familien-und Kinderfreundlichkeit stehen auf der Wunschliste ebenfalls ganz oben.

Gumpinger spricht sich in diesem Zusammenhang auch für finanzielle und steuerliche Anreize für Betriebe aus, die verstärkt Teilzeitarbeitsplätze schaffen.

Ab 1.1.2000 "Babies auf Krankenschein" - Familienbund informiert

Ab 1.1.2000 tritt eine langjährige Forderung des Österreichischen Familienbundes in Kraft. - Die künstliche Befruchtung wird unter bestimmten Voraussetzungen zu 70% aus einem eigens geschaffenen IVF-Fond, der zu gleichen Teilen aus dem Familienlastenausgleichsfonds und den Sozialversicherungsträgern gespeist wird, gezahlt. Wie Gumpinger betonte, trete der Familienbund für ein Art "Probejahr" ein, indem sich das IVF-Fondsgesetz bewähren müsse. Probleme sehe Gumpinger vor allem in der enggefassten Indikation bei Frauen wo nur Fälle von Sterilität tubaren (eileiterbedingten) Ursprungs zu 70% vom IVF-Fonds gezahlt werden.

Der Österreichische Familienbund legt ab sofort ein Informationsblatt auf, die Infos sind auch über Internet (www.familienbund.at) abrufbar und werden immer auf den neuesten Stand gebracht.

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