LHStv. Bauer: Probebetrieb für Ärzte-Wochentagsnachtdienstbereitschaft ab Februar/März 2000

Budgetmittel müssen gesichert sein - umfassende Einbindung der Ärzteschaft und der Rettungsorganisationen

St. Pölten, (SPI) - Bei den derzeit laufenden Gesprächen zwischen Land, Ärzteschaft, Rettungsorganisationen und Versicherungsträgern zur Einführung einer Ärzte-Wochentagsnachtdienstbereitschaft in Niederösterreich zeichnet sich eine Lösung ab. "Wir sind sich wirklich nähergekommen und ich darf mich besonders bei der Ärzteschaft und den Rettungsorganisationen für ihr Verantwortungsbewußtsein bedanken. Nachdem ich davon ausgehe, dass die zugesagten Budgetmittel gesichert sind, könnte bereits zu Beginn des kommenden Jahres in bestimmten Bezirken Niederösterreichs mit einem Probebetrieb begonnen werden", informiert der Gesundheitsreferent der NÖ Landesregierung, LHStv. Dr. Hannes Bauer.****

Die nunmehr wahrscheinlichste Variante entspricht nahezu vollständig dem ursprünglich von Dr. Hannes Bauer ausgearbeiteten Modell. Ein "Call-Center-System" der Ärztekammer und einem landesweiten Leitstellensystem mit dem geplanten Notruf "141" soll für eine ständige Erreichbarkeit während der Nachtstunden an Wochentagen sorgen. Zu den bestehenden 24 Notarztstützpunkten mit Notarztwagen sollen zusätzlich 24 Notfalleinsatzfahrzeuge (ebenfalls mit einem Arzt ausgestattet) und 24 Ärzte an den Stützpunkten der Rettungsorganisation Rotes Kreuz und ASBÖ hinzukommen. Das bedeutet, dass zusätzlich 48 Ärzte (neben den bereits vorhandenen 24 Notärzten) für die Wochentags-Nachtversorgung zur Verfügung stehen. Für dieses geschlossene System mit 72 Ärzten, welches das beste und dichteste Europas ist, sind zusätzliche Mittel von rund 30 Mio. erforderlich.

"Für mich stand von Anfang an nicht die Frage des Modells, sondern ausschließlich die flächendeckende Versorgungssicherheit der Bevölkerung im Vordergrund. Das die Ärztekammer auf eine enge Einbindung in das System bestanden hat, ist besonders erfreulich. Die Ärzte-Wochentagsnachtdienstbereitschaft stellt damit eine Lösung der vielfach subjektiv empfundenen Notfallversorgungsproblematik der NÖ Bevölkerung dar, was zahlreiche positive Reaktionen von Bürgern, aber auch von Städten und Gemeinden, belegen", so LHStv. Bauer weiter.

"Mit den positiven Gesprächen hat die Politik bewiesen, dass die Interessen der Patienten und damit die Gesundheit der Bevölkerung absolute Priorität genießen und die umfassende ärztliche Versorgung gesichert werden muss. Im Rahmen der politischen Diskussion und der nicht immer einfachen Suche nach tragfähigen Lösungen müssen wir immer das Wohl der Patienten im Auge zu haben. Im Interesse der Patienten werden wir in den kommenden Wochen zügig die notwendigen "Feinabstimmungen" vornehmen. Mitte des Jahres 2000 könnte dann eine flächendeckende Versorgung in Niederösterreich eingeführt sein", so LHStv. Dr. Bauer abschließend.
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