LIF-Hack zur Mietzinsreserve: "Am 32. Dezember ist es zu spät!"

Steuerliche Sofortmaßnahmen sollen Investitionen in der Althaussanierung sichern!

Wien (OTS) Besorgt äußerte sich Michaela Hack, Wohnbausprecherin des Liberalen Forum Wien, zum bevorstehenden Ende der steuerlich begünstigten Mietzinsrücklagen. "Am 31.12.1999 endet die letzte Verlängerungsfrist für das Aufbrauchen der angesparten Gelder. Dadurch wird die Investitionsfreudigkeit, vor allem im Altbau, plötzlich ausbleiben", meinte Hack. Schuld daran sei jene Gesetzesnovelle des Jahres 1995, die jegliche steuerliche Anreize zum vorsorglichen Ansparen von Reparaturrücklagen für die HauseigentümerInnen streiche und somit auf Kosten der Mieter gehe.

Trotz alarmierender Stellungnahmen seitens zahlreicher WohnrechtsexpertInnen hätte es die Regierung bisher verabsäumt, rechtzeitig neue Investitionsanreize zu schaffen. Die zunehmende Verschlechterung der Altbausubstanz und damit der Wohnqualität sei für viele MieterInnen dadurch quasi vorprogrammiert, so Hack weiter. Aber nicht nur die MieterInnen seien von diesen einschneidenden Veränderungen betroffen, auch eine Vielzahl an Arbeitsplätzen im Baugewerbe, welche die Althaussanierung mit sich bringt, würde ohne Sanierungsanreize verloren gehen. Die Wiener Liberalen fordern daher einen raschen Ersatz für die steuerfreie Mietzinsrücklage. Es müsse sicher gestellt werden, dass größere Reparaturen am Haus auch in Zukunft problemlos durchgeführt werden können. Das Ansparen der dafür notwendigen Gelder dürfe daher auch nicht steuerlich belastet werden. "Dem vorprogrammierten Verfall der Zinshäuser muss durch steuerliche Anreize für Sanierungsfreudige aktiv entgegengewirkt werden", forderte Hack.

Da die Frist am 31.12.1999 ablaufe, müsse sofort reagiert werden. Hack forderte eine rasche Änderung der gesetzlichen Regelungen, damit das Ansparen von steuerfreien Beträgen für Erhaltungs- und Verbesserungsmaßnahmen wieder ermöglicht werde. Sollten diese Rückstellungen nicht wieder in die Sanierung der Gebäude investiert werden, würde dies durch Strafzuschläge zu Nachzahlungen für die HauseigentümerInnen führen. Entsprechende Modelle seien bereits von Immobilienexperten erarbeitet worden und müssten nur mehr von der Regierung beschlossen werden.

"Wir haben uns gerade in Wien immer wieder für eine Aufwertung der Althaussanierung eingesetzt und erst kürzlich ist durch die letzte Änderung des WWFSG ein neuer Schwerpunkt im Bereich der Althaussanierung gesetzt worden. Der nun bevorstehende steuerliche Dämpfer wäre daher kontraproduktiv und sicher nicht im Sinne der MieterInnen", so Hack abschließend.

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