Elektronikindustrie mit einer halben Milliarde "Y2K-gerüstet"

Durch präventive Dienstleistungen und zusätzliche Serviceleistungen werden keine Überraschungen erwartet

Wien (PWK) - Mit einem Aufwand von insgesamt 469 Millionen
Schilling hat sich die Elektro- und Elektronikindustrie für den sogenannten "Milleniums-Bug", das Jahr-Zweitausend-Problem, gewappnet. Eine Reihe wichtiger Serviceleistungen, die dem Kunden zum Jahreswechsel zur Verfügung steht, vervollständigt die Y2K-Vorbereitungen.

Aus einer Umfrage des Fachverbandes der Elektro- und Elektronikindustrie (FEEI) unter den Mitgliedsunternehmen im Dezember lässt sich ein insgesamt hohes Problembewusstsein erkennen, welchem durch sehr fundierte und kostspielige Maßnahmen begegnet wurde. Die außerordentlich hohe Rücklaufquote, gewichtet nach Umsatz-oder Beschäftigtenzahlen, ergibt ein für die Branche repräsentatives Ergebnis und steht für 70 Prozent der Elektro- und Elektronikindustrie.

Mit einem Aufwand von 115 Millionen ATS steht die Simulation des Jahrtausendsprunges an der Spitze der Ausgabenpyramide, gefolgt von Überprüfungskosten für Produktionssysteme (22,4 Mio.), und Gebäudetechnik (18 Mio.) als Hauptaspekte interner Maßnahmen. Externe Vorkehrungen wie konkrete Behebungsarbeiten vor Ort, aktive Kundeninformation und Öffentlichkeitsarbeit erforderten weitere 89 Millionen Schilling. Die verbleibenden 46% der Aufwände für die Jahr-Zweitausend-Fähigkeit, verteilt über mehrere Jahre und als Investition in neue EDV-Ausstattungen und Softwaresysteme getätigt, sind in weitere begleitende und vorkehrende Maßnahmen geflossen. Diese Kosten sind über mehrere Jahre verteilt angefallen.

Besonders hervorzuheben sind die Aktivitäten "Behebungsarbeiten vor Ort beim Kunden", da diese Maßnahme nicht nur sehr kostenintensiv, sondern auch besonders wirksam erscheint. Immerhin haben 41% der befragten Unternehmen solche Programme angeboten und durchgeführt, wobei die Betriebe der Stichprobe dafür 75 Mio. ATS aufgewendet haben.

Bei den firmeninternen Vorkehrungen wurde vor allem die hausinterne EDV mit ihren Netzwerken, Betriebssystemen und Programmen umfangreichen Prüfungen unterzogen. 96% der Unternehmen haben den Lebensnerv der Organisation auf Jahrtausendfähigkeit geprüft. Ein hoher Stellenwert wird auch der Y2K-Tauglichkeit angelieferter Produkte (86%), der Lieferfähigkeit und Vermeidung von Engpässen bei Geschäftspartnern (77%) und der Systemsicherheit der Serviceprovider wie Post, Telekommunikationsdienste und Energieversorger (insgesamt 67%) eingeräumt.

Auf die Frage nach Dienstleistungen, die der Kunde zum Jahreswechsel beziehen kann, stellte sich heraus, dass 60% der Unternehmen einen Bereitschaftsdienst, 48 Prozent eine Servicehotline und 42 % der befragten Unternehmen einen Notdienst für Fehlerbehebung beim Kunden eingerichtet haben. "Wie zu erwarten war", so Heinz Raschka, Geschäftsführer des Fachverbands der Elektro- und Elektronikindustrie, "kann jedenfalls bestätigt werden, dass jene Unternehmen, die bereits hohe Investitionen in die Y2K-Tauglichkeit getätigt haben, auch personell während des Zeitsprungs ins nächste Jahrtausend gut gerüstet sind - zweifellos in ihrem eigenen Interesse, vor allem aber im Interesse ihrer Kunden". (MH)

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