Wirtschaftsfaktor Telekommunikation vor neuen Hürden

Zehetner präsentiert "UMTS-Anforderungskatalog": Unbürokratische Vergabe, Nutzungsgebühr, faire Behandlung

Wien (PWK) - Die bevorstehende Vergabe von Konzessionen für das Universal Mobile Telecommunications System (UMTS) und die Einführung der 3. Handy-Generation kann aufgrund des zusätzlichen Diensteangebotes verstärkt positive gesamtwirtschaftliche Auswirkungen mit sich bringen, betont der Vorsteher des Fachausschusses Telekommunikation in der Wirtschaftskammer Österreich, Dr. Eduard Zehetner. Um diese Chance aber optimal ausschöpfen zu können, müsse der staatliche Regulator Telekom Control die zugeordneten Frequenzen rasch und unbürokratisch vergeben, um den Innovationsvorsprung des Wirtschaftsstandortes Österreich nicht nachhaltig zu gefährden. Denn bereits bei der Vergabe der GSM-Frequenzen bezahlten die österreichischen Lizenznehmer unverhältnismäßig hohe Gebühren, die weit über dem europäischen Durchschnitt lagen.

Der "UMTS-Anforderungskatalog" des zuständigen Allgemeinen Fachverbandes des Verkehrs umfasst daher eine faire und unvoreingenommene Behandlung von bereits am Markt operierenden GSM-Mobilfunkbetreibern bei der UMTS-Frequenzvergabe, favorisiert eine volkswirtschaftlich sinnvolle laufende Nutzungsgebühr statt einer einmaligen Strafsteuer und geht von einer raschen und unbürokratischen Vergabe nach europäischem Vorbild aus. "Dieser international anerkannte sogenannte "Beauty Contest" ist einer Auktion oder Versteigerung nach rein monetären Bewertungsmechanismen ohne Rücksicht auf volkswirtschaftliche Gegebenheiten jedenfalls vorzuziehen", betont Zehetner.

Der Vorsteher des Fachausschusses rechnet mit einer Vergabe der UMTS-Frequenzen noch für 2000, damit den Konsumenten spätestens 2002 neue Dienste wie Videokonferenzen oder Hotelbuchungen und Verkehrsleitsysteme via Handy ohne Verzögerung zur Verfügung stehen. "Ob sich UMTS als Weiterentwicklung der europäischen Erfolgsstory GSM am Markt durchsetzt und Österreich seine Technologieführerschaft am Mobilfunksektor behalten kann, hängt nicht zuletzt von fairen Vergabemodalitäten ab. Eine einmalig hohe Lizenzgebühr zur Sanierung des Staatshaushaltes auf Kosten von technologischer Innovation in Österreich wird von der Telekom-Branche jedenfalls einhellig abgelehnt", unterstreicht Zehetner. Stattdessen setzt er auf eine laufende Nutzungsgebühr, die eine rasche Einführung neuer Dienste erheblich erleichtert und den Staatssäckel am Erfolg der 3. Mobilfunkgeneration dauerhaft partizipieren lässt.

Weiters betont Zehetner, dass sich der neue Fachverband der Telekommunikations- und Rundfunkunternehmungen in der Wirtschaftskammer Österreich im kommenden Jahr 2000 verstärkt mit Fragen wie Digitalisierung und Konvergenz von Fest- und Mobilnetz einerseits sowie Fernsehen und Internet andererseits auseinandersetzen wird. Schon aufgrund der "konvergenten Zusammensetzung seiner Mitglieder" sei der neue Fachverband dafür prädestiniert, so Zehetner abschließend. (hp)

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