Hände weg von der Lehrlingsentschädigung

Maderner: Lassen Pauschalverurteilungen nicht zu

Wien (ÖGB). Die von der Wirtschaftskammer kritisierte Lehrlingsausbildung weist in einer heutigen Aussendung die Österreichische Gewerkschaftsjugend (ÖGJ) zurück. Dies seien einerseits Pauschalverurteilungen, anderseits habe eine Lockerung des rechtlichen Korsetts und die kostenmäßige Entlastung der Ausbildungsbetriebe für die Lehrlingsentschädigung während des Besuches der Berufsschule nichts mit einem modernen und flexiblen Lehrlingssystems zu tun, stellte der Bundessekretär der ÖGJ, Stefan Maderner, fest.++++

Der Lehrstellenmarkt in Österreich bietet bei weitem kein ausreichendes Angebot an qualitativen, quantitativen und zukunftsorientierten Ausbildungsplätzen. Ziel müsse es sein, so die ÖGJ, dass junge Menschen ihren Wunschberuf auch in einer zumutbaren Entfernung zu ihrem Wohnort erlernen können. Heftige Kritik übte Maderner an der neuerlichen Forderung der Wirtschaftskammer, dass die Lehrlingsentschädigung für die Dauer der Berufsschulzeit nicht mehr vom Ausbildungsbetrieb bezahlt werden soll. Der ÖGJ-Sekretär zitiert das Ausbildungsjournal der Wirtschaftskammer, in dem nachzulesen ist "dass es zu einer deutlichen Entlastung der Ausbildungskosten durch die Lehrlingspakete und die Steuerreform 2000 gekommen ist." Es liegt ausschließlich an der Wirtschaftskammer die Unternehmer darüber aufzuklären und die bestehenden Erleichterungen und Entlastungen auch zu nützen.

"Die ÖGJ wird sich weiterhin vehement dagegen wehren, dass die Lehrlingsentschädigung während der Berufsschulzeit in Frage gestellt wird", so Maderner abschließend. (ew)

ÖGB, 28. Dezember 1999 Nr. 614

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