"Statistische Mitteilungen": Europawahl & Konjunkturtelegramm

Wien, (OTS) Eine genaue Übersicht über die Wiener Ergebnisse bei der Europawahl 1999, das Wiener Konjunkturtelegramm 1998/99
und die Schulentwicklung sowie die Bildungsbeteiligung in der Zweiten Republik sind die drei Schwerpunktthemen von Heft 1/99 der "Statistischen Mitteilungen der Stadt Wien". Die von der MA 66 -Statistisches Amt der Stadt Wien herausgegebene Publikation wurde auch grafisch neu gestaltet und ist zum Preis von 70 ATS in der MA 66, 1, Volksgartenstraße 3, Montag bis Freitag von 8 bis 15 Uhr erhältlich.****

Wie das in den Statistischen Mitteilungen enthaltene Konjunkturtelegramm zeigt, blieb das Wirtschaftswachstum Wiens
1998 hinter dem österreichischen Durchschnitt zurück; ein Grund für die geringere Dynamik ist die relativ niedrige Exportintensität der Wiener Wirtschaft. Gegen Jahresende allerdings, als eine steigende Inlandsnachfrage positive Impulse brachte und zur treibenden Kraft der Konjunktur wurde,
beschleunigte sich Wiens Wirtschaftswachstum stärker als in Österreich. Am Arbeitsmarkt nahm die Beschäftigung kräftig zu; ein Trend, der sich auch in die ersten Monate des Jahres 1999 hinein fortsetzte. Nach längerer Zeit ging auch die Zahl der vorgemerkten Arbeitslosen wieder zurück.

Die Statistischen Mitteilungen 1/99 enthalten aber nicht nur Daten zur Europawahl und zur Konjunktur, sondern auch eine ausführliche Untersuchung der Schulentwicklung und Bildungsbeteiligung in den fünf Jahrzehnten der Zweiten Republik. Einige Daten daraus: nach einem Anstieg der SchülerInnenzahlen
seit den 50er Jahren bis Anfang der 70er Jahre ("Babyboom") sank
die SchülerInnenzahl ab der Mitte der 70er Jahre und stabilisierte sich erst wieder in den 90er Jahren auf höherem Niveau.
Dramatische Veränderungen bei der Verteilung der SchülerInnen auf die einzelnen Schultypen zeigen sich beim so genannten "Hauptschulsterben" und der zunehmenden Bedeutung der AHS. So hat sich zwischen 1946/47 und 1995/96 der Anteil der SchülerInnen der 5. Schulstufe an der AHS-Unterstufe mehr als verdreifacht. Auch
bei den Oberstufen zeigt sich, dass die weiterführenden Schulen sozusagen zur neuen "Regelschule" werden und die Berufsschule allmählich zur "Restschule" absinkt: besuchten 1970/71 in Österreich fast die Hälfte der Jugendlichen die Berufsschule und mehr als ein Viertel eine weiterführende Schule - AHS, BHS, BMS -und blieb ebenfalls etwa ein Viertel ohne weitere schulische oder berufliche Ausbildung, so besuchten 1995/96 knapp über 40 Prozent eine Berufsschule und bereits fast 60 Prozent eine weiterführende Schule.

Wie die Analysen zeigen, ist bei Kindern aus Angestellten-, Beamten- und Selbstständigenfamilien der AHS-Anteil besonders
hoch, bei Kindern aus Arbeiter- und Bauernfamilien dagegen
besonders gering. (Schluss) hrs

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