Alkohol - Genuß ohne Reue

Wien (OTS) - Die Millenniumsfeiern stehen vor der Tür. In lustiger Runde werden Sekt- und Champagnerkorken knallen, Bierfässer angeschlagen, Weine getrunken und zur besseren Verdauung des üppigen Silvestermahls wird wohl so manches Schnäpschen getrunken werden. "Es ist nichts dagegen einzuwenden, Alkohol in Maßen bei einzelnen Gelegenheiten zu genießen. Vorsicht ist aber dann geboten, wenn Alkohol öfters in größeren Mengen getrunken wird", sagt Dr.Heinz Peter Slatin, Chefarzt des Österreichischen Roten Kreuzes.

Die Leber und das Nervensystem reagieren besonders empfindlich auf Alkohol. Während für die Leber die Mengen, die sie "verträgt", angegeben werden können, ist Alkohol für das Nervensystem praktisch immer schädlich. Slatin: "Jeder noch so kleine Rausch tötet unwiderruflich Nervenzellen. Wer größere Mengen Alkohol über längere Zeit hinweg zu sich nimmt, muß mit Folgen rechnen, die vom Nachlassen des Gedächtnisses bis hin zu Stimmungsschwankungen und Persönlichkeitsveränderungen reichen.

Die kurzfristigen Wirkungen von Alkohol sind bekannt: Man ist gut gelaunt, locker und gelöst, redet gern und viel, vergißt auf Ängste oder Sorgen. Die eigenen Fähigkeiten scheinen unbegrenzt zu sein. "In Wirklichkeit sorgt der Alkohol genau für das Gegenteil. Die körperlichen und geistigen Fähigkeiten werden herabgesetzt. Die Reaktionen lassen nach, ebenso die Urteils- und Konzentrationsfähigkeit. Das wirkt sich immer wieder fatal aus, besonders, wenn man alkoholisiert mit dem Auto fährt", sagt Slatin.

Besonders schädlich ist Alkohol für Ungeborene. Ihr Gehirn reagiert sehr empfindlich auf Alkohol. Während der Schwangerschaft sollten Frauen völlig auf Alkohol verzichten. Kinder von Alkoholikerinnen kommen mit körperlichen und geistigen Schäden zur Welt. Kinder sollten auf jede Form von Alkohol verzichten, auch wenn dieser nur Bestandteil von Saucen oder Süßspeisen ist. Laut einer Studie der Weltgesundheitsorganisation werden auch Teenager, die regelmäßig Alkohol zu sich nehmen, häufiger krank oder sterben früher.

325.000 Österreicher über 16 Jahre sind Alkoholiker. Im Schnitt stirbt die österreichische Bevölkerung aufgrund von Alkoholmißbrauch um ein bis drei Jahre früher. "Das sollte Argument genug für einen verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol sein", so Slatin.

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