Bartenstein verleiht Öko-Audit-Preise 1999

Drei Betriebe aus Oberösterreich, Wien und der Steiermark als Preisträger

Wien (OTS) - Umweltminister Martin Bartenstein hat heute,
Mittwoch, in Wien drei Unternehmen mit dem Öko-Audit-Preis 1999 des Umweltministeriums ausgezeichnet, der heuer zum fünften Mal vergeben wird. Geehrt wurden die Kfz-Reparaturwerke Wiesenthal aus Wien, der Chemiefaserhersteller Inspec Fibres aus Lenzing (Oberösterreich) und die Obermurtaler Brauereigenossenschaft mit Sitz in Murau. Die fünf Preisträger haben ein vorbildliches betriebsinternes Umweltmanagement-System im Sinne des EU-weiten Öko-Audits aufgebaut.

Ziel des Wettbewerbs ist es, das Interesse der heimischen Wirtschaft an diesem System des betrieblichen Umweltschutzes zu fördern. Die gesetzlichen Grundlagen für dieses umweltpolitische Instrument, das auf Freiwilligkeit beruht, bestehen seit 1995:
Betriebe bauen ein betriebsinternes Umweltmanagementsystem auf und lassen ihre Umweltleistungen von zugelassenen externen Umweltgutachtern prüfen. Wer diese Prüfung besteht, wird in ein EU-weit aufgelegtes öffentliches Register eingetragen. Der vom Umweltministerium ausgeschriebene Öko-Audit-Preis wurde in drei Kategorien vergeben: beste Umwelterklärung (Preisträger Wiesenthal), beste Umweltziele (Inspec Fibres) und beste Öko-Effizienz (Obermurtaler Brauerei).

Bartenstein: Schon mehr als 200 österreichische Standorte

Bartenstein hob bei der Preisverleihung Österreichs führende Rolle beim Öko-Audit hervor. Die Zahl der Betriebsstandorte, die das Audit absolviert haben, hat vor kurzem die 200er-Marke überschritten. Derzeit sind 209 Betriebe ins Register eingetragen. Besonders großes Interesse zeigten bisher Unternehmen aus Oberösterreich (60 eingetragene Standorte), gefolgt von der Steiermark (39), Niederösterreich (34), Tirol (24), Vorarlberg (19), Wien (9), Kärnten (8), Salzburg (6) und dem Burgenland (5).

"In Österreich hat sich das Öko-Audit-System im internationalen Vergleich äußerst rasch etabliert. Mit den bisher in die Standortliste eingetragenen Unternehmen nimmt Österreich hinter Deutschland Rang 2 unter allen EU-Staaten ein. Gemessen an der Einwohnerzahl liegt Österreich sogar auf Platz 1", betonte der Minister.

Was die Ausweitung des Systems betrifft, ist Österreich der EU deutlich voraus. Ist europaweit derzeit nur eine Aufnahme von produzierenden Betrieben möglich, so bezieht Österreich auch weitere Branchen ein: Seit 1996 sind hierzulande Audits für die Transportbranche und den Bankensektor möglich. Seit 1998 können sich auch Dienstleister, Unternehmen aus dem Baugewerbe, Schulen, Krankenhäuser und die öffentliche Verwaltung einer Öko-Auditierung unterziehen. Österreichweit sind mittlerweile 19 Standorte gemäß dieser Sektorenerweiterung in das Register eingetragen.

Ein Öko-Audit rechne sich für den teilnehmenden Betrieb, betonte der Minister. Eine Studie des Umweltministeriums habe ergeben, daß die Unternehmen die Kosten für das Audit in durchschnittlich 14 Monaten wieder hereinspielen. "Es zeigt sich, daß beides möglich ist:
die ökologische Orientierung eines Unternehmens und sein betriebswirtschaftlicher Erfolg", resümierte Bartenstein.

Neben der Auszeichnung der Preisträger hat Bartenstein außerdem 10 weiteren Unternehmen eine Teilnahmeurkunde als Bestätigung für die Absolvierung des Öko-Audits überreicht. Es handelt sich um die STEWEAG-Kraftwerke der Unteren Mur, um das Wiener Abfallverwertungsunternehmen AVR, die Salzburger Metall- und Kabelverwertungs-GesmbH in Bürmoos, die VOEST-Alpine Stahlrohr in Kindberg, den Armaturenhersteller Kludi aus Hornstein, die Aspanger Bergbau- und Mineralwerke, die Salinen Austria in Ebensee, den Apparatebauer Bremstaller aus Hartkirchen, die Skilifte Bildstein GesmbH in Lech und die Spedition Jöbstl aus Spielfeld.

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