Betriebsräte kündigen Kampf gegen Görgs Privatisierungspläne an

Personalvertreter von Wienstrom, Wiengas und Wiener Verkehrsbetrieben solidarisch

Wien (GdG/ÖGB). Die Betriebsräte von Wienstrom, Wiengas und den Wiener Verkehrsbetrieben kündigen einen extremem Widerstand der Belegschaften gegen die von Vizebürgermeister Bernhard Görg angekündigten Privatisierungspläne an. Sie verweisen auf dadurch eintretende massive Verschlechterungen für die KonsumentInnen, Preissteigerungen und auf die Gefährdung der Arbeitsplätze.++++

"Die Zeche für die Privatisierung werden die KonsumentInnen und die MitarbeiterInnen unserer Stadt teuer bezahlen müssen", sagte Paul Hladik, Vorsitzender des Zentralbetriebsrats der Wiener Gaswerke. Hladik verwies auf die zu erwartenden Tarifsteigerungen, das Zurücknehmen von bisher kostenlosen Serviceleistungen und die Gefahr einer Steigerung von Unfällen durch billiges und schlecht ausgebildetes Personal, das im Zuge der Privatisierung zu befürchten sei.

Johann Wagner, Vorsitzender des Zentralbetriebsrats der Wienstrom G.m.b.H., kritisierte die Pläne Görgs als "ideologisch geprägte Privatisierungspolitik ohne Rücksicht auf die Beschäftigten". Wagner kündigte einen Kampf der Belegschaft mit allen Mitteln an.

Auch Franz Simanov, oberster Personalvertreter der Wiener Verkehrsbetriebe, wehrt sich gegen eine Zerschlagung der Stadtwerke und erklärt sich mit den Personalvertretern von Wiengas und Wienstrom solidarisch. Simanov wird die Privatisierungspläne "mit sämtlichen gewerkschaftlich möglichen Mitteln bekämpfen". (pet)

ÖGB, 22. Dezember 1999 Nr. 609

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