Konkordat Schweizerischer Krankenversicherer KSK/Schweizerischer Apothekerverein SAV

Patientenfreundlich und kostensparend

Bern (OTS) - Die Zusammenarbeit zwischen dem KSK einerseits und
dem SAV andererseits war wegen des aufgekündigten Kassenvertrages immer wieder Thema der öffentlichen und gesundheitspolitischen Diskussionen. Rechtzeitig vor Jahresende konnten sich die Krankenversicherer und die Apothekerschaft auf eine tragfähige Lösung für die Zukunft einigen. Im Vordergrund standen neben den Interessen von Patientinnen und Patienten vor allem auch Anstrengungen, um die Kostenentwicklung im Bereich der Medikamente nachhaltig zu korrigieren.

Die Verhandlungsdelegationen des Schweizerischen Apothekervereins SAV und des Konkordates der Schweizerischer Krankenversicherer KSK haben sich am 21. Dezember 1999 auf zwei Abkommen geeinigt. Der Übergangsvertrag regelt die Zusammenarbeit bis zum Inkrafttreten des Systemwechsels von der margenabhängigen zur leistungsorientierten Abgeltung der Apothekerinnen und Apotheker, welcher Gegenstand der zweiten Vereinbarung ist. Bereits mehr als die vertraglich erforderliche Mehrheit der Apothekerschaft hat in einer Konsultativabstimmung die beiden Verträge akzeptiert. KSK und ihre Mitglieder werden den Beitritt zu den Verträgen bis Ende Januar 2000 erklären.

Übergangsvertrag

Der Übergangsvertrag gilt für das Jahr 2000 und regelt die Modalitäten für die Bezahlung der Medikamente im Rahmen der Grundversicherung. Wesentlich sind dabei die folgenden beiden Punkte:

1. Tiers payant Das System des Tiers payant gilt weiterhin auch schon für die Zeit bis zur definitiven Ratifizierung der Verträge durch alle Parteien. Das bedeutet für die Patienten, dass sie weiterhin ihre Medikamente in der Apotheke beziehen können, wobei die Apotheker die Medikamentenkosten an die Krankenversicherung fakturieren.

2. Kostenstabilisierungsbeitrag Die Apotheker/innen leisten ab 1. April 2000 einen Beitrag an die Stabilisierung der Medikamentenkosten von 3% des Publikumspreises, was einem einseitigen Beitrag von rund 40 bis 50 Mio. Franken pro Jahr entspricht. Idee dieser Kostenstabilisierung ist, nachhaltig die Entwicklung der Medikamentenkosten zu beeinflussen. Die Modalitäten dazu sind im Vertrag über die Einführung der leistungsorientierten Abgeltung geregelt.

Leistungsorientierte Abgeltung

Für die langfristige Zukunft der Leistungsabgeltung der Apothekerschaft ist in der zweiten Vereinbarung sichergestellt, dass der Systemwechsel von der margenabhängigen Entschädigung zu einer leistungsorientierten Abgeltung der Apothekerschaft unter klaren Voraussetzungen bis 2001 eingeführt werden kann.

Ziel ist, bis zum 31. März 2000 das definitive Modell mit Wahrung der Ertragsneutralität zwischen SAV und KSK auszuhandeln. Damit bleibt bis zur geplanten Einführung des Abgeltungsmodells per 1. Januar 2001 genügend Zeit, um die Abrechnungssysteme an Offizin und Dienstleister anzupassen. Sollte bis zum 31. März 2000 die Ertragsneutralität im Modell nicht definiert sein, verliert der Vertrag ohne weiteres seine Verbindlichkeit. Und damit würde auch der Kostenstabilisierungsbeitrag der Apothekerschaft von 3% gemäss Übergangsvertrag automatisch hinfällig.

Die Regelung zeigt einerseits, dass Auftrag und Intentionen des Gesetzgebers, gezielt Anreize für Einsparungen im Gesundheitswesen zu schaffen, hier bei den Medikamenten nachhaltig beachtet werden. Anderseits unterstreicht die getroffene Lösung auch die Qualität der getroffenen Vereinbarungen. Beide Seiten sind gehalten, alles an einen Erfolg in den weiteren Verhandlungen zu setzen, um den heute im Interesse der Patienten getroffenen Lösungen, Tiers payant, Kostenstabilisierungsbeiträge, leistungsorientierte Abgeltung, zum definitiven Durchbruch zu verhelfen.

Notiz: Dieser Text wird im Auftrag des SAV, Schweizerischer Apothekerverein und Konkordat Schweizerischer Krankenversicherer, KSK, Liebefeld, übermittelt.

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