Pensionsversicherungsanstalt der Arbeiter - Generalversammlung beschließt Rechnungsabschluss 1998 Verwaltungsaufwand liegt unter dem Wert des Jahres 1992

Wein (OTS) - Vergangene Woche hielt die
Pensionsversicherungsanstalt der Arbeiter unter dem Vorsitz ihres Obmannes Josef Tumberger die Jahres-Generalversammlung ab, in deren Rahmen der leitende Angestellte des Hauptverbandes der österreichischen Sozialversicherungsträger, Bundesminister a.D. Dr. Walter Geppert, als Ehrengast referierte.

In den Ausführungen zum Rechnungsabschluss 1998 wies Generaldirektor HR Ferdinand Ehrenstein darauf hin, dass es der Anstalt gelungen sei, durch gezielten und vergleichsweise kostengünstigen EDV-Einsatz bei gestiegenem Arbeitsanfall eine Senkung des eigenen Verwaltungsaufwandes für das Jahr 1998 unter die Werte des Jahres 1992 zu erreichen.

Die Durchleuchtung der im Berichtsjahr möglich gewesenen weiteren Senkung des Verwaltungsaufwandes um 1 % oder in Zahlen 17 Millionen Schilling lasse klar erkennen, dass einer gezielten und - wie die Gesamt- und auch Vergleichsergebnisse zeigen - kostengünstigen Automationsunterstützung ein wesentlicher Anteil an diesem Erfolg zukomme. In dem von der HVB-Statistik als "bereinigter Verwaltungsaufwand" von 1,47 % des Gesamtaufwandes ausgewiesener Tiefstwert seien die EDV-Kosten der Anstalt von 211 Mio. S bereits mitenthalten. Diese isoliert betrachtet sehr hohe Aufwandspost ergäbe umgelegt auf die 958.055 zu betreuenden Pensionen lediglich EDV-Kosten von S 220,42 pro Fall.

In seinen Ausführungen zum Voranschlag 2000, der ein Gesamtpräliminare von 135,95 Mrd. S vorsieht, setzte sich Generaldirektor Ehrenstein schwerpunktmäßig mit den Auswirkungen der für das Jahr 2000 beschlossenen Pensionsanpassung sowie mit jenen ebenfalls mit 1.1.2000 in Kraft tretenden Änderungen der Pensionsreform 2000 auseinander. Wenn sich bezogen auf die Pensionsversicherungsanstalt der Arbeiter zwar feststellen lasse, dass beinahe sämtliche Leistungsbezieher (98,5 %) zu einer höheren Anpassung als 0,6 % kommen würden, seien die dafür verantwortlichen Bestimmungen inhaltlich gänzlich unausgewogen. Wie auch zuletzt von einem namhaften Sozialrechtswissenschaftler vertreten, ließen sowohl die offensichtlichen Beweggründe, die steuerlichen Entlastungen der Besserverdienenden durch unterschiedliche Pensionsanpassungen zu kompensieren, als auch die dabei in Kauf genommenen unsachlichen Differenzierungen befürchten, dass die entsprechenden Bestimmungen mit für den Bund gravierenden Kostenfolgen (2,5 % Anpassung für alle Leistungsbezieher) vom Verfassungsgerichtshof aufgehoben werden könnten. Einem über die bugetierte Anpassung (1 %) hinausgehenden Mehraufwand von 325 Mio. S (inhaltlich 1,27 %) aus der außertourlichen Anpassung stünden diesfalls veranschlagte Einsparungen bei den Neuzuerkennungen durch die Änderungen über die Leistungsberechnung von 35 Mio. S für das Jahr 2000 gegenüber.

In seinem Schlusswort meinte Obmann Tumberger zur erneuten Zusammenlegungsdebatte, man solle zukunftsorientierten Konzepten stärker Rechnung tragen statt eine sinnlose Zerschlagung funktionierender Systeme in Kauf zu nehmen.

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