Häupl nachdrücklich für österreichische Energielösung

Gerne zu Gesprächen über Trennung von unproduktivem Kapital bereit

Wien, (OTS) Er sei gerne bereit, mit der ÖVP darüber zu reden, wie man produktives und unproduktives Kapital im Eigentum
der Stadt auftrennen und sich von unproduktiven Teilen trennen könne, erklärte Bürgermeister Dr. Michael Häupl Dienstag in seinem Pressegespräch. Als Beispiel nannte Häupl Grundstücke, die keiner Verwertung zu unterziehen seien und die auch nicht etwa als Parkanlagen genutzt werden könnten. Der Bürgermeister machte aber auch deutlich, dass es für die Stadt Wien nicht erforderlich sei, "das Familiensilber zu verkaufen".

Auch über Strategien zum öffentlichen Eigentum seien Gespräche möglich. Er werde aus der Wirtschaftspolitik sicher keine Ideologiedebatte machen und trete weder für eine Fetischierung des öffentlichen noch für eine des privaten Eigentums ein: "Privatisierung ist kein Wert an sich", betonte Häupl.

Zum Thema Energiepolitik wies er eindringlich darauf hin,
dass eine österreichische Energielösung das Beste sei. Eingesetztes Kapital solle dem Kunden zugute kommen; mit einem Börsegang verbessere man aber weder die Dienstleistung für den Kunden noch gewinne man strategische Partner, lehnte Häupl eine Privatisierungsdiskussion zum Thema WIENSTROM ab. Die Energiewerke der Stadt hätten eine eminente interessensmäßige und strategische Bedeutung, Wien habe hier die Interessen der WienerInnen im Auge
zu behalten. Häupl wies darauf hin, dass in einem so profunden Interessensbereich, wie es die Energieversorgung sei, eine österreichische Lösung erforderlich sei. Daher wolle man eine immer enger werdende Kooperation zwischen EVN, WIENSTROM und Verbund. Der Verbund habe in der Energieversorgung allerdings eine etwas andere Rolle, als vor allem stromproduzierende Unternehmen
mit Großkunden. EVN und WIENSTROM produzierten wohl auch selbst Strom, seien aber auch vor allem am Kunden orientiert, der das wertvollste Kapital darstelle.****

Befrage man dagegen Bundespolitiker nach ihrer Haltung zum stattfindenden wechselseitigen Aufkauf von Aktien zwischen EVN und Verbund, so schlügen diese "nicht nur die Hände, sondern auch noch die Füße über den Kopf zusammen". Geldvernichtung sei noch der mildeste Ausdruck, den man für diese Vorgangsweise finden könne. (Schluss) hrs/bs

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