Gewerbeverein gegen falsches Sparen bei Medikamenten

Wien (OTS) - Wer ein Kostenreduktionsprogramm einleitet - und das ist im Bereich der Krankenversicherung überfällig - der sollte sich auf die ineffizientesten Posten zuerst konzentrieren.

Ein oft ideologisch motivierter Schnellschuss gegen die Medikamente herstellenden Pharmamultis geht ins Leere. Zahlreiche Studien weisen nach, dass die erfolgreiche Verlängerung der Lebenserwartung in unseren Breiten auch auf die Verbesserung von Hygiene und Ernährung aber insbesondere auf die Erkenntnisse der Pharmazie zurückzuführen ist. In der Krankenversicherung entfallen auf jeden Versicherten etwa 2000.- pro Jahr auf Medikamente. Im Vergleich dazu kostet ein Spitalspflegetag von denen im Schnitt jeder Österreicher im Jahr zwei konsumiert ca. 50.000.-. Nicht dabei gerechnet die, die Wirtschaft treffenden Ausfallskosten in ebenfalls zusätzlicher beträchtlicher Höhe.

Bei den Medikamenten entfallen 20 Prozent auf Gefäßtherapie, 9 Prozent auf Antirheumatika, acht Prozent auf Herztherapeutika, 7 Prozent auf Magen- und Darmtherapeutika - alles zusammen Indikationen, die mit Sicherheit - nicht medikamentös behandelt -fast generell zu Kranken-ständen, bzw. zu verlängerten Krankenständen, in den meisten Fällen aber zu zusätzlichen Spitalsaufenthalten führen würden.

Wer demnach bei einer Sanierung der Krankenkassen beim effektivsten Posten in der Therapiekette beginnt, begeht mit Sicherheit einen kardinalen Denkfehler. Wie immer ist die Administration - und das wissen sogar zwischenzeitlich alle sondierenden Parteien - das ineffizienteste in der Therapiekette. Einziger Effekt daraus: man schafft in annähernd 30 Versicherungsträgern eine ansehnliche Zahl von Posten für parteinahe Versorgungs-fälle. Der Österreichische Gewerbeverein fordert daher mit Nachdruck, die Kosten für die medikamentöse Behandlung zwar im Auge zu behalten, aber bei weitem schärfer Kostenarten einzudämmen, die keinen oder geringeren kurativen Effekt nach sich ziehen.

Der ÖGV fordert darüberhinaus, dass gerade der pharmazeutischen Forschung und Entwicklung im künftigen Technologiekonzept einer neuen Bundesregierung ein besonderer Stellenwert eingeräumt wird. In einer Gesellschaft deren Durchschnittsalter im höher wird, ist gerade dieser Zukunfstechnologie besonderer Stellenwert beizumessen.

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