Schwerpunktaktionen der Lebensmittelaufsicht zu Weihnachten

Brauner präsentiert Kontrollaktionen vom Weihnachtskarpfen bis zu Maronis

Wien, (OTS) "So sehr für die einzelnen KonsumentInnen die Advent- und Weihnachtszeit besinnlich und ruhig verlaufen mag, so betriebsam und bisweilen hektisch sind diese Tage für die ExpertInnen des Wiener Marktamtes (MA 59) und der Lebensmitteluntersuchungsanstalt (MA 38)”, stellte die Konsumentenstadträtin Mag. Renate Brauner am Dienstag im letzten Pressegespräch des Bürgermeisters vor Weihnachten fest.****

Sie präsentierte die Aktionen der beiden Konsumentenschutz-Fachabteilungen, um eine einwandfreie Lebensmittelqualität zu garantieren und gleichzeitig in der Stadt jene Adventstimmung zu schaffen, die von den WienerInnen und den Gästen der Stadt so geschätzt werde. Gefordert seien die MitarbeiterInnen sowohl im Marktmanagement, wo von Adventbeginn bis nach Silvester über
25.000 m2 Marktfläche zu koordinieren seien, als auch in der Lebensmittelaufsicht und –untersuchung mit zahlreichen Sonderaktionen etwa zum Thema Fisch oder Maroni wie auch im Produktsicherheitsreferat des Marktamtes. Hier gilt es, speziell Kinderspielzeug, noch bevor es unter dem Weihnachtsbaum landet,
auf eventuelle Gefahren hin zu kontrollieren.

Wir schaun drauf ...: Maroni, Schokolade, Fisch und Schinken

Die 80 ständig im Außendienst tätigen LebensmittelpolizistInnen des Marktamtes kontrollieren seit rund einem Monat intensiv Lebensmittel, die zu Weihnachten besonders
oft auf den heimischen Tellern landen, sowie Produkte, die dem Produktsicherheitsgesetz unterliegen. Rund 1.700 als Proben
gezogene Lebensmittel werden allein in den vier Wochen vor Weihnachten von der Lebensmitteluntersuchungsanstalt unter die
Lupe genommen. Brauner: "Dies entspricht einem zusätzlichen Untersuchungsaufwand von plus 70 Prozent.”

Derzeit werden u.a. folgende Produkte überprüft:

Essfertige, gebratene Maroni, die als Proben direkt von den Öfen genommen werden; bei den intensiven Revisionen wurden 21 Proben mit dem Ergebnis, dass nur 16 Prozent zu beanstanden waren, gezogen.

Insgesamt 36 Proben klassischer Weihnachtswaren (Schokolade, Nüsse, Mandeln, Feigen, etc.); die Ergebnisse im Detail: bei der Feinkost und den Trockenfrüchten (sie wurden auf Verbrennungsrückstände bei der Trocknung hin gecheckt) musste keine einzige Probe beanstandet werden. Allerdings waren 22
Prozent der Nüsse zu beanstanden.

Verpackter Frischfisch und Räucherlachs in Selbstbedienungsläden: Unter den 44 als Proben genommenen Fischen waren 72 Prozent unbedenklich, lediglich drei Proben (fünf
Prozent) als gesundheitsschädlich und 14 Proben (23 Prozent) als verdorben einzustufen. Besser das Ergebnis beim Lachs: keine der
16 Proben war gesundheitsschädlich, 89 Prozent waren unbeanstandet und 11 Prozent verdorben.

"Weihnachtsschinken” kam ebenfalls zur Untersuchung: Dabei waren von den 25 Proben 78 Prozent unbedenklich, drei Prozent gesundheitsschädlich und 19 Prozent verdorben.

Rückläufige Beanstandungsrate, kritische KonsumentInnen

"Die bereits jetzt vorliegenden Ergebnisberichte zeigen nur wenige Probleme, die Beanstandungsraten der, auf einen konkreten Verdacht hin gezogenen Produkte ist sogar leicht rückläufig”, so die Analyse Brauners: "wichtig ist es dennoch, dass die KonsumentInnen kritisch bleiben und, dass das Marktamt für ihre Anregungen, Beschwerden und Hinweise auch in der Weihnachtszeit
zur Verfügung steht." Ein eigener Journaldienst zu Weihnachten und Silvester soll diesen direkten Kontakt noch erleichtern, so die Konsumtenstadträtin, die sich erfreut über die Wirkung der Sonderaktionen der Lebensmittelaufsicht und der vielen Überstunden der MitarbeiterInnen zeigte: "die WienerInnen können den Festtagsschmaus unbesorgt genießen.”

Effizientes Marktmanagement auf den Advent-, Christkindl-, und Silvestermärkten

Über 25.000 m2 an öffentlichen Flächen werden vom Marktamt für Stände auf den zwei Christkindlmärkten, den 20 Advent- und Weihnachtsmärkten, sowie den Silvestermärkten organisiert. Dazu kommen weitere 580 Christbaumverkaufsplätze (380 auf öffentlichen Verkehrsflächen und 200 auf Privatflächen), 200 Punschstände und 400 Neujahrsstände. "All dies unter einen Hut zu ringen setzt eine gute Logistik und viel Erfahrung voraus”, erläuterte Brauner die Arbeit des Marktamtes, "denn es müssen gleichzeitig die Interessen der KonsumentInnen, der AnrainerInnen, der Wirtschaft und des Verkehrs berücksichtigt werden.” Sie betonte, dass sich angesichts der überaus guten Buchungssituation für die Hotellerie auch heuer der weltbekannte Wiener Adventzauber sowie der Silvesterpfad
wieder als Touristenattraktion bestätigt haben. Zu den Lebensmittelkontrollen kämen noch die Tätigkeiten im Sinne des allgemeinen Konsumentenschutzes wie etwa die Überwachung der Preisauszeichnungen, die Überprüfung nach dem Maß- und Eichgesetz, die Kontrolle der Christbaumplätze und die Fahndungen nach dem Produktsicherheitsgesetz hinzu. Ein konkretes Beispiel für Letzteres erwähnte die Konsumentenstadträtin die auf Hochtouren laufende Fahndung nach einem speziellen Holzhampelmann, der als gesundheitsschädlich zu beurteilen ist und besonders für Kinder gefährlich sein kann (Verschluckungsgefahr!).

Journaldienst des Marktamtes zu Weihnachten und Silvester

Abschließend empfahl Brauner neuerlich allen VerbraucherInnen, sich bei Fragen an die Fachleute des Wiener Konsumentenschutzes zu wenden, denn "den Menschen kann bei ihren Problemen meist geholfen werden, und die Hinweise aus der Bevölkerung sind wichtig für die Arbeit der Kontrollore." In den Bezirksmarktamtsabteilungen (MAA) und in der Marktamtsdirektion
wird über die Festtage ein Journaldienst eingerichtet. In der Marktamtsdirektion wird ein Telefon-Journaldienst eingerichtet,
der unter der Wiener Telefonnummer 4000-89718 erreichbar ist. In
den Bezirken sind die Journaldienste zu Weihnachten bis 15 Uhr und zu Silvester bis 17 Uhr erreichbar

o MAA 2 - 2., Karmelitermarkt-Amtsgebäude: 214 17 83
o MAA 4-7 - 4., Naschmarkt: 546 34/05430
o MAA 8/9 - 9., Alser Straße 20: 408 28 05
o MAA 10 - 10., Viktor Adler Markt: 604 27 77
o MAA 12 - 12., Meidlinger Markt: 813 31 81
o MAA 16 - 16., Yppenmarkt: 405 61 74
o MAA 21 - 21., Floridsdorfer Markt: 278 15 89

Auch die Wiener Lebensmittelberatung der MA 38 steht unter
der bewährten Servicenummer 4000-8038 mit Rat und Tat bereit.

Noch mehr Service und Beratung für die KonsumentInnen

Ab 1.1.2000 stehe übrigens das Marktamt den Wiener KonsumentInnen eine Stunde länger zur Verfügung, teilte Brauner erfreut mit. Der Journaldienst des Marktamtes wird wochentags um jeweils eine Stunde und am Samstag um zwei Stunden verlängert, um den WienerInnen länger Gelegenheit zu geben, sich beim Marktamt informieren und beraten zu lassen und vor allem Beschwerden vorzubringen sowie allenfalls auch beanstandbare Lebensmitteln als Probe zu überbringen. Die Marktamtsabteilungen werden konkret ab 3.1.2000, jeweils von Montag bis Freitag von 7 bis 19 Uhr und am Samstag von 7 bis 17 Uhr erreichbar sein. (Schluss) mk

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