LHStv. Bauer: Rottalmoos im Waldviertel ist neues Naturschutzgebiet

14 dort beheimatete Pflanzenarten bereits auf der Roten Liste

St. Pölten (SPI) – "In der vergangenen Sitzung der NÖ Landesregierung wurde die Errichtung des Naturschutzgebietes Rottalmoos in der Nähe von Litschau beschlossen. Dieses Gebiet ist nicht nur unter dem Gesichtspunkt der Pflanzen-Vielfalt sondern
auch aus vogelkundlicher und zoologischer Sicht bemerkenswert. Das Rottalmoos wurde schon wissenschaftlich näher untersucht und unterliegt im Rahmen des LIFE-Projektes bereits Renaturierungsmaßnahmen, um einen möglichst idealen Zustand im Sinne des Naturschutzes herzustellen”, begrüßt LHStv. Dr. Hannes Bauer die Initiierung des Naturschutzgebietes.****

Das Rottalmoos hat eine Gesamtfläche von 10,86 ha. Bei der Feuchtfläche im Zentrum des Moores handelt es sich um langsam regenerierende Torfstiche unter Grundwassereinfluss. Von insgesamt 48 gefundenen Pflanzenarten sind 14 laut der "Roten Liste Österreich” gefährdet. Aus zoologischer Sicht sind besonders die Libellen hervorzuheben. Auch Schwarzstorch, Schwarzspecht, Uhu und Waldohreule gehören zu den Nahrungsgästen im Rottalmoos. Weiters wurden sechs Tagfalterarten nachgewiesen. Im Rahmen des Projektes sind noch viele Maßnahmen zu setzen. So ist die Stabilisierung des Grundwassers an der Torfmoosoberfläche gefordert, weiters werden weitere Arbeiten, wie die Stabilisierung des Wasserstandes, eine Entbuschung und Durchforstung zur Pflege des Rottalmooses durchgeführt”, informiert Niederösterreichs Naturschutzreferent.

"Das Projekt wird in enger Zusammenarbeit mit dem WWF Österreich durchgeführt, der auch die entsprechenden Finanzmittel aufgebracht hat. Im Rahmen des LIFE-Projektes ‚Feuchtgebietsmanagement Oberes Waldviertel‘ erwartet sich NÖ jedenfalls auch maßgebliche Förderungen aus Naturschutztöpfen der EU. Zur Kenntlichmachung der Schutzgebietsgrenze im Gelände werden nun Schutzgebietstafeln angebracht und die Grenze mit Holzpflöcken ausgesteckt. Für mich als verantwortlichen Landespolitiker für den Natur- und Landschaftsschutz ist es ein weiterer Schritt, unsere Lebensqualität zu verbessern und solche naturbelassenen Kleinode für künftige Generationen zu bewahren”, so LHStv. Bauer abschließend.
(Schluss) sk

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