"Kleine Zeitung" Kommentar: "Begleitmusik" (von Dr. Hans Winkler)

Ausgabe vom 18.12.1999

Graz (OTS) - Bisher wurde nur "sondiert", jetzt soll also richtig "verhandelt" werden. Dass gute Zeit vergeudet wurde, scheint auch dem Bundespräsidenten zu dämmern, der es nun, wo es auf Weihnach ten zugeht, plötzlich sehr eilig hat.

Die Verhandler haben striktes Stillschweigen vereinbart. Das wäre ganz vernünftig, aber wie man die österreichischen Verhältnisse kennt, wird es nicht lange dauern. Zum Schweigen der Akteure gesellt sich allerdings eine grelle Begleitmusik. Aus Deutschland dringen schon die Vorboten jener Kampagne he rein, die losgehen wird, wenn sich wirklich FPÖ und ÖVP unterstehen sollten, miteinander eine Regierung bilden zu wollen.

Um keine Mißverständnisse aufkommen zu lassen: Auch wir halten manche Sprüche und Aussprü che von Jörg Haider für unerträglich, auch uns ist aufgefallen, wie schwer es ihm fiel, sich von seinem bisherigen Umgang mit der Vergangenheit zu distanzieren.

Aber naiv wäre wohl, wer glaubte, es sei ein reiner, gar nicht aus Österreich gesteuerter Zufall, dass das Rätselspiel der "Süddeutschen Zeitung" mit Haider und Hitler ausgerechnet am Tag des Beginns der Regierungsverhandlungen erschienen ist. ****

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