Finanzgewerkschaft kampfbereit

Weiteres Sparpaket unausweichlich

Wien (OTS) - Seit Jänner 1995 wurden in den Finanzämtern und Finanzlandesdirektionen 1781 Mitarbeiter eingespart, das sind rund 15 Prozent des ursprünglichen Personalstandes. Die ständig steigenden Aufgaben, das Anwachsen des professionellen Steuerbetruges, komplizierter werdende Gesetze und immer höher werdende Steuerrückstände erfordern jedoch dringend zusätzliches Personal. Bis zum Jahr 2005 werden weitere 1500 Finanzbedienstete in den Ruhestand treten. Bis dato wurden seitens des Finanzministeriums keine tauglichen Konzepte vorgelegt, um die Funktionsfähigkeit des Ressorts aufrecht zu erhalten. Das Zusperren von Finanzämtern ist nicht der richtige Weg, um die Steuereinnahmen des Staates sicherzustellen. Ein neues Sparpaket droht, das insbesonders wieder die

Darüber hinaus sollen durch Ermessensausgabenkürzungen des Finanzministers weitere 200 Millionen in den Finanzlandesdirektionen und bis zu 700 Millionen im EDV-Bereich der Finanzverwaltung eingespart werden.

Die Bundessektion Finanz fordert daher mit der Bereitschaft zu allen gewerkschaftlichen Maßnahmen die umgehende Revidierung des Ministerratsbeschlusses vom 14. Dezember 1999. Auch die Finanzverwaltung muss - wie in Deutschland - von den generellen Einsparungsmaßnahmen ausgenommen werden. Der Finanzminister wird aufgefordert, endlich für klare Organisationstrukturen zu sorgen und diese ernsthaft mit der gesetzlichen Personalvertretung zu verhandeln.

Rückfragenhinweis: Wolfgang Pertmayr,
Bundesministerium für Finanzen,
1010 Wien, Himmepfortgasse 9
Tel.: (01) 51433 1958 DW

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