Logistikmitarbeiter von DO&CO wählten Betriebsrat Einstimmiges Ergebnis trotz Einschüchterungsversuchen

Wien (HGPD/ÖGB). Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Logistik-Zentrale des börsennotierten Gastronomieunternehmens DO&CO haben am Mittwoch einen Betriebsrat gewählt. Fortan werden drei Betriebsräte und eine Betriebsrätin die Interessen der Arbeiterinnen und Arbeiter der DO&CO-Logistik in der Grillgasse in Wien-Simmering vertreten. Der Betriebsratswahl waren massive Einschüchterungsversuche der Belegschaft durch insgesamt 18 Kündigungen vorangegangen. Der Vorsitzende der Gewerkschaft Hotel, Gastgewerbe, Persönlicher Dienst (HGPD), Rudolf Kaske, sieht in der erfolgreich durchgeführten Betriebsratswahl "ein Signal, dass sich Beschäftigte nicht einschüchtern lassen, wenn es darum geht, durch die Wahl eines Betriebsrates Verbesserungen bei Entlohnung und Arbeitsbedingungen durchzusetzen". ++++

Trotz "mangelnder Auftragslage" wurden Leiharbeiter aufgenommen

Der Wahl des Betriebsrates in der Logistik-Zentrale, der ersten im gesamten, rund 1000 Beschäftigte umfassenden Gastronomiekonzerns, waren Einschüchterungsversuche des Unternehmensmanagements vorangegangen. So hatte das Management beim Arbeitsmarktservice Anfang November die Kündigung etlicher Mitarbeiter wegen "mangelnder Auslastung" angekündigt und insgesamt 18 Kündigungen ausgesprochen.

Dem gegenüber standen jedoch die Tatsachen, dass einerseits DO&CO erst am 19. November dieses Jahres bekannt gab, ein Umsatzplus von mehr als zehn Prozent zu erwarten, zweitens für die Zeit vom 1. Dezember 1999 bis 4. Jänner 2000 wegen Kapazitätsengpässen eine Urlaubssperre verhängt wurde und drittens in den vergangenen Tagen sogar acht Leiharbeitskräfte aufgenommen wurden, um den anfallenden Arbeitsaufwand bewältigen zu können. Auch die zum Abtransport vorbereiteten Maschinen wurden wieder in Betrieb genommen.

Rücknahme der Kündigungen und bessere Arbeitsbedingungen

Robert Maggale, für DO&CO zuständiger Sekretär der Gewerkschaft HGPD kündigte gestern nach Ende der Betriebsratswahl an, dass die Gewerkschaft alle ausgesprochenen Kündigungen anfechten werde. Remzi Yalzin, Vorsitzender des DO&CO-Betriebsrates, sagte in einer ersten Stellungnahme, dass das vorrangige Ziel die Verbesserung der Dienstpläne, geregelte Arbeitspausen, korrekte Überstundenabrechnungen sowie eine Umstellung der Mitarbeiterverpflegung seien, weil die Mehrheit der Beschäftigten als Moslem kein Schweinefleisch essen wollen. (ws)

ÖGB, 17. Dezember 1999 Nr. 606

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