Forschung soll zentrales Thema der Regierungsverhandlungen werden

Bundessektion Industrie stellt Forderungsprogramm zur Forschungs- und Technologiepolitik vor

PWK - Die Bundessektion Industrie spricht sich dafür aus, dass Forschungs- und Technologiepolitik in den Regierungsverhandlungen zu einem zentralen Thema gemacht wird. Nur mit Wissen und Innovation kann es gelingen, die Zukunft Österreichs zu sichern. In diesen Bereichen finden die klassischen Zukunftsinvestitionen der österreichischen Industrie statt. Sie sind die Basis für eine nachhaltige Entwicklung unserer Gesellschaft und Triebfeder für eine dynamische Beschäftigungsentwicklung. Die Nutzung des technischen Fortschritts zur Weiterentwicklung der Produktivität ist gemeinsam mit Bildung und Qualifikation der Mitarbeiter die stärkste Waffe im globalisierten Wettbewerb. ****

Die Bundessektion Industrie begrüßt daher das Ziel, die Forschungsquote auf 2,5 % des BIP zu erhöhen und fordert in diesem Zusammenhang die Beibehaltung des bereits definierten Zeithorizonts bis 2005. Die österreichische Industrie ist sich bewusst, dass dies nur dann realisiert werden kann, wenn gleichzeitig die wirtschaftsseitigen F&E-Anstrengungen überproportional wachsen.

Dazu müssen aber kurzfristig eine Reihe von Maßnahmen gesetzt werden. So fordert die Bundessektion Industrie u.a. einen verbindlichen Finanzierungsplan der Bundesaufwendungen für F&T bis 2005, eine Absicherung der Dotierung von Forschungsförderungseinrichtungen (insbesondere FFF), die Verdoppelung der Mittel für direkte Forschungsförderung sowie eine überproportionale Steigerung der Anteile für industrieorientierte Fördereinrichtungen. Der Forschungsfreibetrag soll auf seine hinreichende Wirkung überprüft und gegebenenfalls auf 35 % angehoben werden. In den Freibetrag sollen auch die Aufwendungen für Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens einbezogen werden. Weiters spricht sich die Bundessektion für die Schaffung einer echten Steuerbefreiung von Zuwendungen zur Forschungsförderung (keine Kürzung des Betriebsausgabenabzugs) und eine steuerliche Rücklage für Forschungsaufwendungen nach dem Muster der früheren Investitionsrücklage aus.

Angesichts der budgetären Engpässe empfiehlt die Bundessektion Industrie, alle mit der Redimensionierung der Währungsreserven in der EWU möglichen Finanzierungsoptionen für neue Impulse zur Forschungsförderung zu nutzen. Dies stünde auch voll im Einklang mit der Aufgabe der Notenbank, eine ausgeglichene Zahlungsbilanz abzusichern.

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