Apothekerkammer: Generelle Arzneimittelabgabe beim Arzt ist aus ökonomischen Überlegungen ausgeschlossen

Wien (OTS) - Zur Forderung des Präsidenten der Österreichischen Ärztekammer, wonach Arzneimittel künftig direkt beim Arzt abgegeben werden sollen, stellt die Österreichische Apothekerkammer fest:

"Die grundsätzliche Trennung von Verschreibung und Abgabe von Medikamenten hat Sinn. So wird verhindert, dass der verschreibende Arzt gewinnorientierte Aspekte in seine Überlegungen, welches Medikament verschrieben wird, einfließen lässt. Deshalb ist in Österreich die Abgabe von Medikamenten aus guten Gründen den Apotheken vorbehalten und nur in Sonder- und Notfällen dem Arzt erlaubt. Dieses System hat sich auch europaweit bewährt. So wurde die Abgabe von Medikamenten durch Ärzte mit Hausapotheken in Deutschland abgeschafft.

Das österreichische System, nämlich die unabhängige Verschreibung durch den Arzt und die Abgabe des Medikamentes durch den Apotheker garantiert, dass der Arzt unbeeinflusst das für den Patienten beste und kostengünstigste Medikament verordnen kann.

Die flächendeckende Versorgung mit Medikamenten kann österreichweit nur durch die regional verteilten 1100 Apotheken, die auch einen flächendeckenden Nacht- und Wochenenddienst sicher stellen, garantiert werden. Das hat auch der Verfassungsgerichtshof in seinem Erkenntnis im vergangenen Jahr zum Ausdruck gebracht.

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