ÖBB: Rail Cargo Austria gründet gemeinsam mit Ermewa S.A. Genf das Tochterunternehmen Chemlog

Wien (OTS) - (Anmerkung: mit berichtigem Rückfragehinweis)

Rail Cargo Austria und Ermewa S.A. Genf haben heute -
am 16. Dezember 1999 - einen Gründungsvertrag für das Unternehmen Chemlog unterzeichnet. Vorstandsdirektor Mag. Anton Hoser von Rail Cargo Austria und Generaldirektor Josef Küttel von Ermewa S.A. Genf präsentierten dieses neue Unternehmen heute im Rahmen eines ÖBB-Pressegesprächs. Chemlog ist ein Joint-Venture und wird mit dem 1. Jänner 2000 in der Wohllebengasse 18, 1040 Wien ihre Tätigkeit aufnehmen.

Branchenadäquate Lösungen für die Sparten Chemie und Mineralöl

Ziel von Chemlog ist es, Gesamtlogistiklösungen für die Bereiche Chemische Produkte, Mineralöl und Flüssiggase - in einer zweiten Phase auch für Schütt- und Staubgüter - anzubieten. Verwirklichen wird sie dies zuerst am österreichischen Markt und in der nächsten Ausbaustufe auch im ost- und südosteuropäischen Raum.

Anbieten wird Chemlog Transportdienstleistungen mit Fokus auf Schienentransporte und Vermietung von Waggonmaterial (hauptsächlich Kesselwagen, in einer zweiten Phase Schütt- und Staubgutwagen). Die Schwerpunkte liegen auf Gesamtangeboten - das heißt auf der Kombination von Transportdienstleistung und Vermietung von Waggonmaterial - sowie auf Gesamtlogistikangeboten. Letztere umfassen - im Vergleich zum Gesamtangebot - die gesamte kundenindividuelle Logistikkette - angefangen vom Frachtmanagement, der Fuhrparkadministration und -disposition, über die Waggonvermietung, die Organisation von Vor- und Nachlauf, bis hin zur Befüllung, Entleerung und Reinigung von Waggons.

Rund 70% der in Österreich erzeugten chemischen Produkte werden exportiert. Somit folgt Rail Cargo Austria dem Kunden - und nicht umgekehrt - und beweist mit Chemlog einmal mehr, innovativer und strategischer Partner der Chemie- und Mineralölbranche zu sein. Ausgegangen wird hier von der - von Rail Cargo Austria schon lange zum Ziel erklärten - Prämisse, dem Kunden branchenspezifische Lösungen anzubieten, um so bestmögliche Qualität zu erzielen.

Die Wirtschaft und die Kunden profitieren

Chemlog wird sich - aufbauend auf der Transportkompetenz von RCA und der Dispositions- und Waggonvermietungskompetenz von Ermewa - auf kundenindividuelle Transportlösungen spezialisieren. Durch einen Know-how-Transfer der beiden Muttergesellschaften werden so Synergiepotentiale bestmöglich ausgeschöpft.

Durch diese Kooperation mit Ermewa S.A. Genf, einem der größten europäischen Unternehmen im Bereich der Waggonvermietung, der Disposition und Instandhaltung von Waggonmaterial, folgt RCA konsequent ihrem strategischen Ziel hin zu einem Gesamtlogistikanbieter - weg von der traditionellen "Carrierfunktion". Vor allem das Produktangebot von Chemlog als "One-Stop-Shop" resultiert in einem erhöhten Nutzen für die Kunden.

Logistik auf dem Weg ins neue Jahrtausend

Die letzten Geschäftsjahre bestätigten, daß aus dem Güterverkehrsbereich der ÖBB ein internationales Logistikunternehmen mit starker Fokussierung auf individuelle Kundenbedürfnisse entstanden ist.

Dies wurde vor allem auch durch erfolgreiche RCA-Tochterfirmen und Beteiligungen - wie STEEL, EC Logistik GmbH, Car Rail Logistic GmbH, Entsorgungslogistik Austria GmbH, ÖKOMBI, Inter Container Austria GmbH, Intercontainer-Interfrigo und Express/ Interfracht - erreicht. Chemlog schließt nun an diese erfolgreichen Beteiligungen an. Durch diese Beteiligungen und Tochterfirmen ist Rail Cargo Austria einmal mehr in der Lage, stets neue branchenorientierte Gesamtlogistikangebote und -lösungen zu offerieren - eine wichtige Voraussetzung, um am internationalen Logistik- und Transportmarkt auch im neuen Jahrtausend als einer der "big player" mitzumischen.

Zwltl.: Auch weitere neue Beteiligungen von Rail Cargo Austria wurden vorgestellt:

Papier Treuhand - Übernahme des Logistikdienstleisters

Zwischen Rail Cargo Austria und der österreichischen Papierindustrie besteht bereits seit vielen Jahren eine enge Zusammenarbeit. Die Papier Treuhand, ein Logistikunternehmen mit Schwerpunkt Ostösterreich, wird zu 100% übernommen, um dem Kunden nun noch bessere branchengerechte Logistikdienstleistungen offerieren zu können. Die Vorteile werden künftig im Umschlag von Großmengen Papier, in der kundengerechten Kommissionierung und in der speziellen Verteilung bestehen.

Ziele von Rail Cargo Austria sind der Ausbau der Logistikdienstleistungskompetenz sowie die Erweiterung des Branchen-Know-how. Einen Eindruck von der Papierbranchen-Kompetenz vermittelt auch das Jahr 1998, in dem über vier Millionen Tonnen Papier, Altpapier und Zellstoffe mit RCA transportiert wurden. Rail Cargo Austria will mit der Übernahme der Papier Treuhand rechtzeitig dafür sorgen, daß vom geeigneten Wagenmaterial bis zu perfekten Logistiklösungen alles für die Papierbranche bereitsteht.

Intercontainer Austria - Effizienzsteigerung beim Kombinationssieger

Rail Cargo Austria konnte seinen Beteiligungsanteil bei Intercontainer Austria (ICA) - dem Spediteur für den Kombinierten Verkehr - von bisher 30% auf 70% steigern. ICA bietet maßgeschneiderte Lösungen für den Kombinierten Verkehr - also die Organisation und den Verkauf von Gütertransporten des nationalen und internationalen Verkehrs einschließlich erforderlicher speditioneller Leistungen.

Die Vorteile dieser Steigerung der Beteiligung liegen in einer Erhöhung der Effizienz und in einer dichteren Bündelung von Interessen und Stärken. Der Kombinierte Verkehr kann so noch marktgerechter gestaltet werden.

"EC-Logistik Polska" - Türöffner Richtung Osten

EC-Logistik Polska ist ein Joint-Venture von Rail Cargo Austria mit polnischen Partnern - der polnischen Staatsbahn PKP (Polskie Koleje Panstwowe) und dem Schienentransportunternehmen trade trans Polen. Die drei Partner sind zu je einem Drittel an diesem neuen Unternehmen beteiligt. In der Umsetzung wird es ein Logistikzentrum in Warschau geben, das mit Mitte 2000 die operative Tätigkeit aufnehmen wird. Weitere Standorte sind geplant. Der Unternehmenszweck von EC-Logistik Polska besteht einerseits in der Transportlogisitk und andererseits in der Lagerlogistik. Das Ziel von Rail Cargo Austria ist der Aufbau eines europäischen Logistiknetzwerkes. Bestehende Transporte aus und nach Polen können durch die Erweiterung der Dienstleistungspalette ausgebaut werden. So wurden beispielsweise 1998 von RCA 2,6 Millionen Tonnen von und nach Polen transportiert. Die Kooperationen von Rail Cargo Austria in Osteuropa stehen nicht nur unter der Prämisse der Präsenzerweiterung und -stärkung im osteuropäischen Markt, sondern ermöglichen auch ein Verbinden innerhalb Europas und reduzieren somit Distanzen, für die Güterströme früher viel länger gebraucht haben.

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