Kronberger: Keine Investitionen in tote Atom-Technologien

EU-Angebot von 5,5 Milliarden Schilling für zwei Ersatz-AKW in der Ukraine ist Veruntreuung von Steuergeldern

Wien, 1999-12-16 (fpd) - "Dies ist Veruntreuung von Steuergeldern", meint der EU-Abgeordnete und Umweltexperte Hans Kronberger. Anlaß ist das Angebot der Europäischen Union mit einem Kreditangebot von umgerechnet ca. 5,5 Milliarden Schilling für die Schließung von Tschernobyl zwei Ersatz-Atomkraftwerke in der Ukraine zu finanzieren. ****

"Kernkraftwerke sind nicht nur überholt und rechnen sich nicht, wie dies in unzähligen Studien belegt wird, sondern stellen darüber hinaus auch eine extreme Gefahr für den Menschen und seine Umwelt dar. Spätestens seit dem Atomunfall in Tokaimura, ein Atomkraftwerk westlicher Bauart, muß jeder wissen, daß es keine sicheren Atomkraftwerke gibt," kritisiert Kronberger. "Die Ukraine und Weißrussland leiden heute, 10 Jahre nach dem schrecklichen Nuklearunfall, noch immer unter den Folgen der Reaktorkatastrophe von 1986", wie sich Hans Kronberger erst vor kurzem bei einem Besuch in einem Kinderleukämie-Krankenhaus in Gomel (Weißrussland) vor Ort überzeugen konnte. "Daß Tschernobyl geschlossen werden muß, darüber gibt es wohl keine Diskussion, doch dies darf nicht geschehen, indem man den Teufel mit dem Pelzebub austreibt und zwei Ersatz-Atomkraftwerke finanziert", so Hans Kronberger.

"Der Ausweg aus dem Desaster kann nur die solare Zukunft sein, indem in erneuerbare Energien investiert wird, forderte der EU-Abgeordnete.

"Gerade eine durch die Reaktorkatastrophe von 1986 sensibilisierte Region wie die Ukraine sollte dabei unterstützt werden", schloß Kronberger. (Schluß)

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