ARA 1999: Positive Entwicklung - Mehr Kunden und geringere Kosten

1.020 neue Lizenzpartner - Tarifsenkungen für 1999

Wien (OTS) - brachten Wirtschaft Ersparnis von 160 Mio. öS - Preisreduktionen für 2000 entlasten Unternehmen
um rund 280 Mio. öS - neues Geschäftsfeld Consulting - GRAFIK=

1.020 Vertragsabschlüsse - mehr als 30 %
ausländische Unternehmen

Die ARA Altstoff Recycling Austria AG konnte in
den ersten drei Quartalen 1999 neuerlich zahlreiche Neukunden akquirieren. Die Zahl der Vertragsabschlüsse beläuft sich auf 1.020, das bedeutet eine Zunahme um 28% gegenüber dem Vorjahr. Mehr als ein Drittel der gewonnenen Kunden sind ausländische Unternehmen. Die Anzahl der in- und ausländischen Lizenzpartner liegt per 31.10.1999 bei 11.693 gegenüber 11.479 Firmen per Jahresende 1998. 1)

Neue Akquisitionsschwerpunkte führten zu

Lizenzmengensteigerungen

Ermöglicht wurde diese Steigerung durch besondere Akquisitionsschwerpunkte. Spitzenreiter bei den Vertragsabschlüssen waren die Nahrungs- und Genußmittelindustrie bzw. die Getränkeindustrie sowie die Baubranche. Aber auch die Elektro- und EDV-Branche entwickelte sich durch zahlreiche Firmenneugründungen für die ARA zu einem expandierenden Bereich.

Zwtl. Stabiler Umsatz trotz Tarifsenkungen

Der Umsatz konnte in den ersten drei Quartalen trotz teilweise deutlicher Tarifreduktionen stabil gehalten werden und belief sich auf 1.932 Mio. öS per 30.9.1999 nach 1.926 Mio. öS per 30.9.1998. Dkfm. Christian Stiglitz zeigt sich mit dieser Entwicklung sehr zufrieden: "Ein stabiler Umsatz, ja sogar ein Umsatzrückgang ist normalerweise nicht so angenehm. Bei einer gestiegenen Zahl an Lizenzpartnern und einer höheren Lizenzmenge ist eine solche Entwicklung für die ARA aber ein überaus positives Zeichen. Denn es bedeutet, daß die Tarifreduktionen gegriffen haben, die Kostenbelastung für die Wirtschaft zurückgegangen ist und wir auch 1999 den Auftrag unserer Eigentümer voll erfüllen werden." Stiglitz beziffert die Ersparnis für die österreichischen Unternehmen im Jahr 1999 mit rund 160 Mio. öS.

Zuwachs von lizenzierten Mengen

Maßgeblich für die Unternehmensentwicklung war eine Steigerung der lizenzierten Mengen. Zurückzuführen ist diese auf die Neu-Verträge, vor allem aber auf einen Wandel im Konsumverhalten, bedingt durch die Zunahme von Single-Haushalten und den Trend zu Convenience-Produkten, der sich auf das Verpackungsaufkommen auswirkt. Ein klassisches Beispiel ist der Zuwachs an Einweg-PET-Flaschen.

Die Verteilung der Einnahmen nach Packstoffen blieb im Vergleich zu den letzten Jahren nahezu gleich. Rund 57% des Umsatzes entfielen auf Kunststoffe, 18% auf Papier, jeweils 8% auf Glas und Ferrometalle, 5% auf Materialverbunde, knappe 3% auf Aluminium und ein schwaches Prozent auf Holz.

Leicht gestiegene Sammel- und Verwertungsmengen

Die Sammel- und Verwertungsmengen sind zum Vergleichszeitraum des Vorjahres um 2% von 451.000 t auf 460.000 t leicht angestiegen.

Pro-Kopf-Sammelmenge in Vorarlberg am höchsten

Das Bundesländer-Ranking führt - wie im letzten Jahr - Vorarlberg mit 89,8 kg pro Einwohner an, gefolgt von der Steiermark mit 80,9 kg und Tirol mit 78,7 kg.

860.374 Sammelbehälter für private Haushalte

Um den Konsumenten die getrennte Sammlung möglichst zu erleichtern, erhöhte das ARA System bei Wahrung der Kosteneffizienz 1998 die Sammelbehälter um 12.474 Stück auf 860.374 Behälter. Die Anzahl der an die Sacksammlung angeschlossenen Haushalte stieg um 4,5% von 746.660 auf 780.146.

Studie des Umweltministeriums belegt Unterschreitung der

Restmengenziele

Der Erfolg der getrennten Sammlung und Verwertung von Verpackungen wird nachdrücklich und sehr überzeugend durch eine - vom Umweltministerium beauftragte - Studie belegt: Die in der Verpackungszielverordnung 1996 definierten "Restmengenziele", also Maximalmengen an sonstigen Verpackungen (exklusive Getränkeverpackungen) die auf Deponien abgelagert werden dürfen, konnten dank der getrennten Erfassung erreicht und teilweise sogar weit unterschritten werden.

Bei Papier wurde die laut VerpackVO erlaubte Restmenge für 1998 mit einer ermittelten Menge von 79.800 t um 43% unterboten (Ziel:
140.000 t). Bei Glas lag die erhobene Menge mit 13.700 t um 75% unter der Vorgabe von 54.000 t, bei Metallen mit 24.000 t um 33% unter dem Zielwert von 36.000 t, und bei Materialverbunden mit 8.000 t gar um 84% unter dem Grenzwert. Im Kunststoffbereich entsprach die ermittelte Restmenge von 92.800 t in etwa dem Ziel.

Verpackungsabfälle auf Deponien von 1991 bis 1998 um mehr als die Hälfte reduziert

Die Menge der Verpackungsabfälle, die auf Österreichs Deponien landen, hat sich laut Studie seit Inkrafttreten der Verpackungsverordnung mehr als halbiert. 1998 wurden nur mehr 218.000 t deponiert, 1991 waren es noch stolze 480.000 t.

ARA "ersparte" Österreich 12 kleinere Deponien

Vom ARA System gesammelt und verwertet wurden in den vergangenen sechs Jahren mehr als 3,6 Mio. t. Das entspricht mehr als 1,2 Millionen LKW-Ladungen oder - anders ausgedrückt - einer Müllmenge, die 12 kleinere Deponien füllen würde.

Ausblick

Für 1999 erwartet die ARA einen Gesamtumsatz von rund 2.610 Mio. öS, aufgrund der Tarifreduktion um ca. 2% weniger als im Vorjahr. Bei den Lizenzpartnern wird heuer erstmals die 12.000-Grenze überschritten werden.

Geplanter Umsatz 2000 - 2.300 Mio. ös - Tarifsenkungen um bis zu

25 %

Für das Jahr 2000 rechnet die ARA mit einem deutlich reduzierten Umsatz von rund 2.300 Mio. öS, Überschüsse, die die Branchenrecycling-Gesellschaften erzielen, fließen laufend gemäß den Unternehmensgrundsätzen der ARA in die Tarifkalkulation ein. Für das Jahr 2000 wurden die ARA-Tarife daher nochmals - um bis zu 25% -gesenkt. Die finanzielle Entlastung der Wirtschaft wird für 2000 ca. 280 Mio. öS betragen, gegenüber 160 Mio. öS in 1999.

Consulting - neues Geschäftsfeld der ARA

Als neue Dienstleistung bietet die ARA seit kurzem Consulting hinsichtlich Aufbau und Optimierung von Sammel- und Verwertungssystemen an. Zu den ersten Kunden zählen das portugiesische Sammel- und Verwertungssystem Sociedade Ponto Verde und die zuständigen portugiesischen Behörden. Stiglitz ortet bei dieser Dienstleistung durchaus noch Entwicklungspotential:
"Zahlreiche EU-Länder entwickeln zusätzliche Systeme für die Erfassung der industriellen und gewerblichen Abfälle. Non-EU-Staaten streben eine Harmonisierung im Bereich Verpackungsentsorgung an. Der österreichische Weg ist in vielen Fällen ein Vorbild. Und die ARA bietet das Know-how für ein Verpackungsrecycling mit hoher Akzeptanz beim Konsumenten, maximalen Nutzen für die Umwelt bei tragbarer Kostenbelastung für die Wirtschaft. Einnahmen aus einem solchen Know-how-Export kommen natürlich satzungsgerecht wieder den ARA Lizenzpartnern zugute."

(Siehe auch APA/OGS -Grafiken Nr. 0171/9909 und Nr. 0168/9909)

1)= Berücksichtigt sind dabei auch aufgelöste Verträge aufgrund von Fusionen, Konkursen u. dgl.

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Dkfm. Christian Stiglitz
Vorstand der ARA
Tel.: (01)599 97-201

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF/OTS