ARBÖ: "Leichte" Packerln berechtigen nicht zum Halten in Ladezonen

Mehr Verständnis für körperbehinderte Kraftfahrer

Wien (ARBÖ) - Der ARBÖ hat für die Autofahrer recherchiert, ob
in Ladezonen gehalten werden darf, um Weihnachtspackerln zu verstauen. Dazu die ARBÖ-Verkehrsjuristen: "Wenn auf der Zusatztafel zum Halteverbot nichts anderes angeführt ist, darf die Ladetätigkeit mit jedem Fahrzeug, also auch mit einem Personenkraftwagen, vorgenommen werden." Lautet der Zusatz allerdings ausdrücklich "Ausgenommen Ladetätigkeit mit Lastfahrzeugen" so meint es die Behörde wirklich so, wie sie es hingeschrieben hat. Aber Vorsicht, es gibt noch folgende Vorschriften zu beachten:

Was darf in der Ladezone geladen werden?

Die Ent- oder Beladung muß sich auf eine Last beziehen. Der zu ladende Gegenstand darf keine "geringfügigen" Maße oder Gewichte aufweisen. Das heißt: ein paar Packerln, die man leicht unter dem Arm tragen kann, berechtigen nicht zum Halten in einer Ladezone. Schwere Weihnachtspakete, bei denen kein längerer Transport zu Fuß zugemutet werden kann, berechtigen also sehr wohl zum Benutzen der Ladezone.

Wie schnell muß man aus der Ladezone wieder wegfahren?

Das Verpacken oder Auspacken von Waren gehört nicht zur Ladetätigkeit. Wer in einer Ladezone sein Fahrzeug zum Ent- oder Beladen abstellt, muß diese Ladetätigkeit unverzüglich beginnen. Auch eine Unterbrechung - durch andere Einkäufe oder Arbeitspausen - ist nicht gestattet. Die Ladezone muß sich nahe des Geschäftes -oder des Lagerplatzes/Auslieferungslagers befinden. Eine beispielsweise 400 m vom Geschäft liegende Ladezone darf nicht verwendet werden, um Waren aus diesem Geschäft in diese Ladezone ins Auto zu packen.

Für körperbehinderte Kraftfahrer ist die Suche nach einem Parkplatz oftmals ein Spießrutenlauf. Der ARBÖ fordert daher von allen Verkehrsteilnehmern mehr Verständnis für körperbehinderte Kraftfahrer: Man sollte keinesfalls auf einem Behindertenparkplatz und nicht zu nahe an einem auf dem Behindertenparkplatz
abgestellten Fahrzeug parken. Den Körperbehinderten sollte möglich gemacht werden, daß das Aus- und Einladen des Rollstuhles und das Hineinsetzen nicht zu einem gefährlichen Erlebnis.

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