Agrarstatistik: Vereinfachungen bringen Einsparungen

Umstellung der Datenerfassung machte zahlreiche Erhebungen überflüssig

Wien (OTS) - Die vom Österreichischen Statistischen Zentralamt regelmäßig durchgeführten agrarstatistischen Erhebungen konnten in den letzten Jahren auf Initiative des Landwirtschaftsministeriums wesentlich vereinfacht werden. Dies brachte nicht nur Einsparungseffekte im Bereich der Bundesverwaltung, sondern auch Erleichterungen für die Bauern mit sich, die jetzt wesentlich seltener als bisher direkt befragt werden müssen. Dieser Weg wird auch im neuen Jahr konsequent weiterbeschritten werden. Dies teilte das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft heute mit.****

So wurde die Erhebung des Anbaus der Feldfrüchte auf dem Ackerland, die bis 1994 jährlich als Stichprobenerhebung bei rund 15.000 Betrieben vorgenommen wurde, durch Übernahme der Daten aus dem mit EU-Beitritt realisierten Integrierten Verwaltungs- und Kontrollsystem (INVEKOS) überflüssig. Weiters wurden durch den Einbau von Zusatzfragen in die EU-weite Agrarstrukturerhebung die land- und forstwirtschaftlichen Betriebs- und Maschinenzählungen entbehrlich. Bei der zuletzt 1999 durchgeführten Agrarstrukturerhebung wurden darüber hinaus durch eine Anhebung der Erfassungsuntergrenzen auf ein Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche bzw. drei Hektar Wald insgesamt rund 20.000 bäuerliche Betriebe von der Auskunftspflicht befreit.

Weiters sind zur Erhebung der Weingartenflächen keine Befragungen mehr notwendig, da nun eine direkte Auswertung der Weinbaukataster der Bundesländer vorgenommen wird. Gleiches gilt für die Erhebung der Almen, die durch die Übernahme von Daten aus der Förderungsabwicklung ersetzt werden konnte.

Sehr aufwendig und kostspielig gestaltete sich früher die jährliche Erhebung der Erträge der Feldfrüchte auf dem Ackerland. Sie wurde vereinfacht und wird nun von den AMA-Kontrollorganen aufgrund der Wiegescheine vorgenommen. Vereinfacht wurde auch die bis 1996 von den Gemeinden durchgeführte jährliche Weinernteerhebung: Die Ernte- und Bestandsdaten werden jetzt von den Bezirkshauptmannschaften erfaßt und an Landesregierung und Landwirtschaftsministerium weitergeleitet.

Bedeutende weitere Vereinfachungen sind für das kommende Jahr geplant: So könnten schon bald die Rinderzählungen entfallen und zur Ermittlung der Bestände Daten aus der Rinderdatenbank herangezogen werden. Diese Daten sollen durch eine wesentlich kleinere Stichprobenerhebung als bisher - statt 15.000 müßten nur mehr etwa 1.000 Betriebe überprüft werden - ergänzt und präzisiert werden. Voraussetzung dafür ist die - noch ausständige - Zustimmung des agrarstatistischen Ausschusses der EU. Ähnliches gilt für die Schweinezählungen, die künftig nur mehr zweimal pro Jahr - und zwar im Dezember und Juni - bei gleichzeitiger Reduktion des Stichprobenumfangs von 15.000 auf rund 4.000 Betriebe stattfinden sollen. Auch hier steht die Zustimmung der EU noch aus, verlautete dazu aus dem Landwirtschaftsministerium.

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