- 16.12.1999, 10:00:30
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Die vielfältigen Formen der Gehirnhautentzündungen Impfungen bieten nicht vor allen Infektionen Schutz
Wien, (OTS) - Eine Entzündung der Hirnhaut (Meningitis) oder des
Gehirns (Enzephalitis) kann durch eine Vielzahl von
Krankheitserregern hervorgerufen werden. Dabei unterscheidet man im
wesentlichen zwei große Gruppen, nämlich virale Infektionen und
bakterielle Infektionen.
Krankheitszeichen können bei einer Meningitis sein: Kopfschmerzen,
Rückenschmerzen, Fieber, Nackensteifigkeit, Übelkeit, Erbrechen,
Schüttelfrost, Fieber, Lichtscheu, Bewusstseinstrübungen mit
Schläfrigkeit und/oder Apathie bis hin zur Bewusstlosigkeit,
Hautveränderungen und Nervenstörungen.
Die wichtigsten Ursachen von viralen Gehirnhautentzündungen sind
Mumps und sogenannte Enteroviren. Auch Masern, Windpocken, das
FSME-Virus und Herpesviren können zu schweren Gehirnentzündungen
führen. Bei der Herpes-Enzephalitis hilft eine rechtzeitige
medikamentöse Behandlung, bei anderen Viruserkrankungenwie z.B. FSME
ist die Impfung der beste Schutz.
Bei den Bakterien sind die Borrelien die häufigsten Verursacher der
eitrigen Hirnhautentzündung. Diese werden auch durch Zecken
übertragen. Weitere, eine Hirnhautentzündung hervorrufende Bakterien
sind die Pneumokokken, aber auch Streptokokken, Staphylokokken und
Meningokokken. Auch Tuberkolosebakterien können das Gehirn befallen.
Vor der Einführung der allgemein empfohlenen Schutzimpfung war der
Erreger Haemophilus influenzae Typ B (Hib) die häufigste Ursache
bakterieller Meningitis bei Kindern.
Bei der Meningokokken-Meningitis unterscheidet man 12 verschiedene
Gruppen des Bakteriums. Für einige Gruppen, z.B. Serogruppe A, gibt
es eine Impfung, die vor allem bei Fernreisen nach Afrika und
Südamerika (wichtige Reiseimpfung) empfohlen wird, da es dort immer
wieder zu Epidemien kommt. Gegen den in Mitteleuropa am häufigsten
vorkommenden Typ B des Bakteriums, gibt es keinen Impfschutz.
Allerdings sind Antibiotika gut wirksam. Sie können, rechtzeitig
eingesetzt, Spätschäden oder tödlich Verläufe der Krankheit
verhindern. Entscheidend ist, dass bei den ersten Krankheitszeichen
sofort Antibiotika intravenös verabreicht werden und dann die
Einweisung in ein Krankenhaus veranlaßt wird. Die Experten der
Österreichischen Apothekerkammer raten den Kontaktpersonen von
Erkrankten unverzüglich Antibiotika für 2-3 Tage zur Vorbeugung
einzunehmen. So werden Erreger, die möglicherweise aufgenommen
wurden, abgetötet, bevor es zu einer Erkrankung kommen kann.
Gleichzeitig wird damit eine Weiterverbreitung der Meningokokken
verhindert.
Rückfragehinweis: Österr. Apothekerkammer
Pressereferat,
Tel.: 01/404 14/600
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