Die vielfältigen Formen der Gehirnhautentzündungen Impfungen bieten nicht vor allen Infektionen Schutz

Wien, (OTS) - Eine Entzündung der Hirnhaut (Meningitis) oder des Gehirns (Enzephalitis) kann durch eine Vielzahl von Krankheitserregern hervorgerufen werden. Dabei unterscheidet man im wesentlichen zwei große Gruppen, nämlich virale Infektionen und bakterielle Infektionen.

Krankheitszeichen können bei einer Meningitis sein: Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Fieber, Nackensteifigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Schüttelfrost, Fieber, Lichtscheu, Bewusstseinstrübungen mit Schläfrigkeit und/oder Apathie bis hin zur Bewusstlosigkeit, Hautveränderungen und Nervenstörungen.

Die wichtigsten Ursachen von viralen Gehirnhautentzündungen sind Mumps und sogenannte Enteroviren. Auch Masern, Windpocken, das FSME-Virus und Herpesviren können zu schweren Gehirnentzündungen führen. Bei der Herpes-Enzephalitis hilft eine rechtzeitige medikamentöse Behandlung, bei anderen Viruserkrankungenwie z.B. FSME ist die Impfung der beste Schutz.

Bei den Bakterien sind die Borrelien die häufigsten Verursacher der eitrigen Hirnhautentzündung. Diese werden auch durch Zecken übertragen. Weitere, eine Hirnhautentzündung hervorrufende Bakterien sind die Pneumokokken, aber auch Streptokokken, Staphylokokken und Meningokokken. Auch Tuberkolosebakterien können das Gehirn befallen. Vor der Einführung der allgemein empfohlenen Schutzimpfung war der Erreger Haemophilus influenzae Typ B (Hib) die häufigste Ursache bakterieller Meningitis bei Kindern.

Bei der Meningokokken-Meningitis unterscheidet man 12 verschiedene Gruppen des Bakteriums. Für einige Gruppen, z.B. Serogruppe A, gibt es eine Impfung, die vor allem bei Fernreisen nach Afrika und Südamerika (wichtige Reiseimpfung) empfohlen wird, da es dort immer wieder zu Epidemien kommt. Gegen den in Mitteleuropa am häufigsten vorkommenden Typ B des Bakteriums, gibt es keinen Impfschutz. Allerdings sind Antibiotika gut wirksam. Sie können, rechtzeitig eingesetzt, Spätschäden oder tödlich Verläufe der Krankheit verhindern. Entscheidend ist, dass bei den ersten Krankheitszeichen sofort Antibiotika intravenös verabreicht werden und dann die Einweisung in ein Krankenhaus veranlaßt wird. Die Experten der Österreichischen Apothekerkammer raten den Kontaktpersonen von Erkrankten unverzüglich Antibiotika für 2-3 Tage zur Vorbeugung einzunehmen. So werden Erreger, die möglicherweise aufgenommen wurden, abgetötet, bevor es zu einer Erkrankung kommen kann. Gleichzeitig wird damit eine Weiterverbreitung der Meningokokken verhindert.

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