"Neue Kärntner Tageszeitung" Kommentar: SPÖ Goebbels

Ausgabe vom 16.12.99

Klagenfurt (OTS) - Sollte es dem SPÖ-Abgeordneten Gebhard
Arbeiter, sich an Joseph Goebbels haltend, gelingen, politisch durchzutauchen, hat die Kärntner SPÖ, ihr künftiger Vorsitzender oder Vorsitzende, das Recht verloren, sich als Antipode und Antithese zur Inhumanität zu präsentieren. Wem aus der gesamten Weltgeschichte kein anderes Zitat erinnerlich ist, als eines von Hitlers Propagandaminister Goebbels, um die Zukunft der Kärntner SPÖ zu beschreiben, der hat halt nichts anderes im Hirn. Das kann der Zitierende selbst bedauern, ändert ihn aber nicht.

Auch die ÖVP ist unlängst angestreift und die FPÖ mehrmals massiv. Der Unterschied liegt darin, dass sich die Sozialdemokraten im Umgang mit nationalsozialistischem Gedankengut einem weitaus klareren Maßstab unterwerfen. Wer sich auch nur marginal an Goebbels hält, hat sich zu viel an ihn gehalten. Ein Ausrutscher? - Schon möglich. Aber ein Ausrutscher ins Weltbild des Inhumanen verlangt - wie weltweit -auch in Kärnten der Konsequenz. Bloßes Bedauern und dann weitertun als wäre nichts gewesen, bindet der SPÖ erst recht die Hände. Mit Goebbels, ,,Bier und Gulasch"" (Arbeiter) die Kärntner SPÖ wieder aus der Krise führen zu wollen, ist - mir bleibt die Spucke weg. Wer das wie Arbeiter ernsthaft vorschlägt, um den ,,Hunger des Wahlvolkes"" zu stillen, ist auch bereit, den Wähler mit Goebbels, Bier und Gulasch abzuspeisen. Ich weiß nicht, wer sich damit zufrieden gibt, aber es soll noch Sozialdemokraten geben, denen davon - schon beim bloßen Gedanken daran - ganz einfach schlecht wird.

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