DER STANDARD bringt in seiner Donnerstag-Ausgabe einen Kommentar zur SPÖ Kärnten Wer nicht hören will - von Samo Kobenter

Wien (OTS) - Man will es nicht mehr hören und glauben. Kaum sind einige Tage vergangenen, an denen sich kein Kärntner SP-Politiker zum Dodel machte, schon meldet sich wieder ein Mutiger, der das Versäumte mit einem gut gesetzten Satz nachholt. Diesmal ist es der Zentralbetriebsrat des Klagenfurter Landeskrankenhauses und Landtagsabgeordnete Gebhard Arbeiter, der eine Annonce in eigener Sache aufgegeben hat.

Der Zweck der Übung war so durchsichtig wie der Inhalt eindeutig:
Arbeiter empfiehlt der Partei einen Charismatiker als Vorsitzenden, den er in seiner Person gefunden zu haben glaubt, und liefert gleich das Anforderungsprofil für den Job mit. Ein Mann der Basis müsse es sein, der seinen Goebbels gelesen hat, weil, so Arbeiter, das blöde Parteivolk oft nicht so will wie seine Führung: "Das Volk muss fühlen, wer das Sagen hat."

Nun kann man dem "Volk", also den verbliebenen SP-Funktionären, ja einiges an den starren Hals wünschen, um ihn geschmeidiger zu machen. Auch drängt sich der Gedanke auf, dass ein im Krankenhauswesen bewanderter Betriebsrat der siechenden Partei vielleicht wirklich auf die Beine helfen könnte, nachdem ein Arzt ihre Lähmung nicht beheben konnte und ein Eisenbahner an der ruhenden Masse der Bewegung zerbrochen ist. Aber einen Gesundbeter, der sich im Giftschrank des schlimmsten Lästermauls dieses Jahrhunderts bedient, hat sich nicht einmal die Kärntner SPÖ verdient. Arbeiter hat mittlerweile sein Mandat niedergelegt. Vorübergehend. Worauf wartet der Mann noch? Über Goebbels hieß es in einem gefährlichen Witz, die Lüge habe ein kurzes Bein. Wenn die SPÖ weiter zusieht und zögert, wird sie sich bald Scherze über den Zusammenhang zwischen der Anatomie und dem Verstand ihrer Funktionäre anhören können.

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