Sallmutter: 100 Arbeitsplätze in Gefahr

Budgetkürzungen bringen Entwicklungshilfeorganisationen in Existenznöte

Wien (GPA/ÖGB). Die geplanten drastischen Budgetkürzungen im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit sind nicht nur aus entwicklungspolitischer Sicht bedenklich. Als Vorsitzender der zuständigen Gewerkschaft weist GPA-Chef Hans Sallmutter darauf hin, dass mittelfristig auch rund 100 Arbeitsplätze in entwicklungspolitischen Vereinen und Organisationen gefährdet sind. ++++
Die GPA unterstützt daher den heutigen Aktionstag der entwicklungspolitischen Nichtregierungsorganisationen (NRO), mit dem diese gegen die Kürzung der bilateralen Projekt- und Programmhilfe für die Entwicklungszusammenarbeit und für die Freigabe von vertraglich bereits zugesicherten Budgetmitteln protestieren. Sallmutter fordert die Bundesregierung auf, die geplanten Kürzungen zu überdenken und die finanzielle Basis für die erfolgreiche und wichtige Arbeit der entwicklungspolitischen Vereine und Organisationen sicherzustellen. Budgetkürzungen die zu Arbeitsplatzverlusten führten, seien kontraproduktiv, da durch Steuer-, Kaufkraftverluste und erhöhte Sozialtransfers das Konsolidierungsziel letztlich verfehlt werde.
Im übrigen verlangt Sallmutter, dass die Budgetkonsolidierung nicht ausschließlich ausgabenseitig betrieben wird. ”Es ist doch absurd, dass Österreich als eines der reichsten Länder der Welt ein Vermögenssteueraufkommen auf dem Niveau eines Entwicklungslandes hat”, schloss Sallmutter.
ÖGB, 15. Dezember 1999 Nr. 603

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