FPÖ gegen Hochhausbau in Wien-Mitte

Kabas: Zwei Dringliche Anträge im Landtag - gegen Bohunice und für Heizkostenzuschuss

Wien, (OTS) Gegen das geplante Projekt von Hochhausbauten in Wien-Mitte sprachen sich Mittwoch in einem FPÖ-Pressegespräch Klubobmann Mag. Hilmar Kabas, Stadtrat Walter Prinz und
Gemeinderat Heinz Christian Strache aus. Kabas sprach von einem "Monsterprojekt", dass das Stadtbild zerstöre, fantasielos sei und eine architektonische Provokation darstelle. Das Weichbild der
Stadt Wien müsse unverwechselbar bleiben. Die FPÖ sei für eine sanfte Sanierung und Renovierung dieses Stadtteils. Stadtrat Prinz betonte, die FPÖ sei nicht prinzipiell gegen Hochhäuser, aber im Kernbereich der Stadt sollte der Hochhausbau unterbleiben. Der FPÖ-Stadtrat kündigte eine Gesetzesinitiative seiner Partei für die kommende Sitzung des Wiener Landtages an, um die Wiener Bauordnung durch eine Bestimmung zu ergänzen, wonach in Bereichen innerhalb des Gürtels, begrenzt durch den Donaukanal keine Hochhausbauten entstehen dürften. Für Wien-Mitte forderte Prinz einen Ideenwettbewerb.

Gemeinderat Strache meinte, der "Schandfleck Wien-Mitte" sei hausgemacht. Noch 1992 gab es Übereinstimmung in der Bezirksvertretung Landstraße, dass es nur eine Höhenverbauung bis 65 Meter geben dürfe. Das neue Projekt sehe Höhen bis 97 Meter vor. Ein Projekt, dass sich gegen die Interessen der Bevölkerung richte. In einer Bürgerversammlung gab es nicht nur eine klare Mehrheit gegen Hochhäuser, sondern auch große Sorgen über das Verkehrsaufkommen und ein mögliches Geschäftesterben wegen eines geplanten Großeinkaufszentrums. Die FPÖ sammle nun Unterschriften für eine Volksbefragung zu diesem Projekt, teilte Strache mit.

Dringliche Anträge

In der Sitzung des Wiener Landtages wird die FPÖ zwei Dringliche Anträge einbringen, kündigte Klubobmann Kabas in dem Pressegespräch an. In einem Antrag wird die möglichst rasche Schließung des Atomkraftwerkes Bohunice in der Slowakei gefordert. In einem anderen Dringlichen Antrag wird die einmal jährliche Zahlung eines Heizkostenzuschusses an besonders bedürftige Bürger verlangt. Dieser Heizkostenzuschuss solle keinen Gnadenakt darstellen, sondern sollte durch eine gesetzliche Verankerung
einen Rechtsanspruch für bedürftige Bürger wie etwa Ausgleichszulagenbezieher darstellen. Man werde sich in Parteiengesprächen bemühen für beide Anträge eine möglichst breite Basis zu finden, erklärte Kabas. (Schluss) js/vo

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