Wiener ÖVP will eine Privatisierungsdebatte

Wien, (OTS) Sinnvolle Privatisierungen steigern die Wirtschaftskraft Wiens, betonten am Montag die ÖVP-Gemeinderäte Dipl.-Ing. Dr. Herlinde Rothauer und Dr. Matthias Tschirf in einem Pressegespräch. Die ÖVP setzte sich für nachhaltige Investitionen in die Zukunft ein, unproduktives Vermögen solle in produktives Vermögen umgewandelt werden. Es gehe nicht um die "Verscherbelung des Familiensilbers", wie von politischen Gegnern - wider besseren Wissens - immer wieder behauptet werde.

Um vernünftige Vorschläge ausarbeiten zu können, müsse zunächst einmal der Besitz der Stadt Wien an realen Vermögen und Beteiligungen aufgelistet werden. Die Erlöse sollen zur Senkung
des Schuldenstandes eingesetzt werden und gezielt in den Bildungs-und High-Tech-Bereich investiert werden. Die nachhaltige Budgetsanierung würde längerfristig auch zu vermehrten Steuereinnahmen führen.

Die Wiener Volkspartei werde weiter das Thema "Stärkung des Wirtschaftsstandortes Wien durch Aktivierung von unproduktivem Gemeindevermögen" forcieren, sagte Rothauer, um durch zukunftsträchtige, nachhaltige Investitionen die Zukunft nachfolgender Generationen zu sichern.

Die beiden ÖVP-Politiker verwiesen darauf, dass die zu erwartenden Privatisierungserlöse im zweistelligen Milliardenbereich liege. Nach einer Studie von Prof. Schneider aus Linz ist das Privatisierungspotential im Bereich der Hoheitsverwaltung mit knapp 50 Milliarden Schilling beziffert. Für den Fall eines Börseganges der Wienstrom und der Wiengas könnten nach realistischen Schätzungen 12 bis 15 Milliarden Schilling lukriert werden. Der Verkauf der Anteile der Teerag-Asdag würde mehr als 300 Millionen bringen.

Zum Börsegang der Wienstrom und der Wiengas meinte Tschirf, ein Kapitalzufluss würde auch die finanzielle Schlagkraft des Unternehmens erhöhen. Außerdem müsse rechtzeitig überlegt werden, mit wem die Wienstrom eine Allianz eingehen sollte. Tschirf sprach sich für die EVN als idealen Partner aus. (Schluss) fk/rr

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