Faißt: "Sparen im Bildungsbereich ist unverantwortlich"

Sparpläne von BM Edlinger verheerende Auswirkungen für den Universitätsbereich

Wien (OTS)- Laut den neuesten Sparplänen von Finanzminister Edlinger müssen die Universitäten in den kommenden Jahren 2,42 Mrd. Schilling ihres Budgets einsparen. 20%ige Kürzung der Ermessensausgaben, lautet die neue Zauberformel. "Der Tritt auf die Budgetbremse hätte verheerende Folgen für die Universitäten und die Studierenden", so Martin Faißt. Betroffen von den Sparplänen sind unter anderem Sozialleistungen für die Studierenden, wie Studentenheime, Fahrtkostenzuschüsse, Mensen und Sozialfonds. Den Kürzungen würden aber auch internationale Austauschprogramme zum Opfer fallen.
Nicht nur die Akademie der Wissenschaften, die fast zu 100% aus Ermessensausgaben finanziert ist, sondern auch verschiedenste Förderaktionen, wie zum Beispiel "Transfer Wissenschaft und Wirtschaft", Einrichtungen wie der Studierenden Anwalt und verschiedenste Studien, die im Bereich der Hochschulen durchgeführt wurden, sind betroffen.

"Die Umsetzung der derzeitigen Sparpläne hätte zur Folge, dass zum Beispiel Bibliotheken kein Geld mehr für neue Bücher hätten, Materialien für Laborübungen knapp werden, es zu starken Kürzungen der Exkursionsmittel kommt und verschiedene geplante Bauprojekte an den Universitäten nicht durchgeführt werden können. Diese Bereiche sind betroffen, da sie in die Ermessensausgaben des Ministeriums fallen und nicht gesetzlich gebunden sind", so ÖH Vorsitzender Martin Faißt.
In besonderem Maß von den Einsparungen betroffen wären die Fachhochschulen. Der geplante Ausbau der Fachhochschulprojekte müsste auf Eis gelegt werden. "Der Plan von Bundeskanzler Viktor Klima den Fachhochschulbereich auszubauen, kann mit den Sparplänen seines Finanzministers sicher nicht realisiert werden", so Faißt. Auch die geforderte Erhöhung der Forschungsquote um 1 Prozent, auf 2,5 Prozent, kann nicht umgesetzt werden.

"Im Bereich der Bildung zu sparen ist der falsche Weg", so Faißt. Nicht nur dass die Qualität der Lehre und Forschung dadurch massiv gefährdet wäre, sondern auch der Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Österreich wird seine Konkurrenzfähigkeit verlieren.

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