Verordnungssemester nur für drei Studienrichtungen genehmigt

Faißt: "Ministerium nimmt schwierige Studienbedingungen nicht ernst"

"Das Ministerium scheint die schweren Studienbedingungen bei einzelnen Studienrichtungen nicht ernst zunehmen", kommentiert ÖH Vorsitzender Martin Faißt die Bekanntgabe der genehmigten Verordnungssemester durch das Ministerium. Nur drei Studienrichtungen - Medizin an der Universität Wien, Biologie und Psychologie an der Universität Graz, jeweils nur für den ersten Abschnitt- erfüllen die Kriterien, um in die Verordnung aufgenommen zu werden.

46 Anträge wurden abgelehnt, bei acht Studienrichtungen "sind noch ergänzende Fragen zu klären", so das Ministerium in seiner Aussendung. Bisher hatten die Studierenden von 28 Studienrichtungen Anspruch, zusätzlich zum Toleranzsemester, ein weiteres Semester Studienbeihilfe zu beziehen.

Viele Studierenden sprechen von großen organisatorischen Problemen und von Betreuungs- und Ausstattungsengpässen bei ihrem Studium. "Es ist dringend an der Zeit die Studiensituation an den Universitäten zu verbessern", so Faißt. Bis dahin sind die Studierenden auf die Zuteilung von Verordnungssemestern angewiesen. Nur dann verlieren sie nicht frühzeitig, aufgrund organisatorischer Mängel und zuwenig Seminar- und Lehrveranstaltungsplätzen, ihre Studienbeihilfe. "Es geht nicht darum, die Qualität der Lehre durch leichtere Prüfungen zu senken, sondern faire Bedingungen für die Studierenden zu schaffen", schließt Faißt.

Die Verordnungssemester wären gar nicht notwendig, wenn die katastrophale Situation an den Universitäten beseitigt würde. Ziel muss es sein bessere Bedingungen für die Lehre und die Studierenden zu schaffen. "Dies ist aber sicher nicht möglich, wenn auf allen Ebenen eingespart wird," so Faißt.

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