Format: AMS wollte 90 Mill. aus Immobilienverkauf bei Trigon anlegen

Umstrittene Doppelrolle des AMS-Anwalts als Aktionär und Aufsichtsrat der Trigon Bank

Wien (OTS) - Die beiden Vorstände des staatlichen Arbeitsmarktservice (AMS) kommen unter Druck. Wie das Nachrichtenmagazin Format in seiner am am Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, ermittelt die interne Revision des AMS die Begleitumstände eines umstrittenen Immobiliengeschäfts.

Laut Format sollten 90 Millionen Schilling Steuergeld, der Erlös aus dem Verkauf der AMS-Immobilie in der Weihburggasse 30 in der Wiener Innenstadt, bei der angeschlagenen Wiener Trigon Bank AG geparkt werden. Format zitiert aus einem Treuhandvertag zwischen dem AMS und deren Anwalt Peter Fichtenbauer. Demnach sollte der Verkaufserlös in der Höhe von 90 Millionen Schilling noch am 19. Oktober - zu einem Zeitpunkt, als bereit die Nationalbank die Bücher der später kurzfristig geschlossenen Bank prüfte - auf einem Trigon-Konto veranlagt werden.

Eine Schlüsselrolle, so berichtet Format weiter, habe der AMS-Rechtsvertreter Peter Fichtenbauer gespielt. Wie Format-Recherchen ergaben, ist Fichtenbauer nämlich gleichzeitig auch Aktionär der Bank (er besitzt Aktien im Nominale von 6,5 Millionen Schilling) und sitzt in deren Aufsichtsrat.

Während die beiden AMS-Vorstände Buchinger und Böhm gegenüber Format jede Stellungnahme verweigerten, dementiert AMS-Anwalt Peter Fichtenbauer kategorisch, jemals "irgendeine Maßnahme in Richtung der Durchführung einer Treuhandveranlagung bei der Trigon Bank gesetzt" zu haben. Eine Festlegung, die sich mit den Format vorliegenden Unterlagen nicht in Einklang bringen lässt.

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