Grüne orten Mängel bei UVP-Verfahren der geplanten B301

Wien, (OTS) Nach dem Motto: die B301 löse keine Probleme, der öffentliche Verkehr alle, wiesen die Wiener Grünen bei einer Pressekonferenz am Freitag auf "grobe Mängel" im UVP-Verfahren zur geplanten Wiener Südumfahrung (B301) hin. Gemeinderat Günther Kenesei kündigte an, dass das am Montag im Austria Center stattfindende Hearing zur B301, für die Projekt-Verantwortlichen die letzte Chance sei, "ihre Hausaufgaben zu machen" - ÖSAG und BmfwA haben sie bis jetzt "sehr schlecht gemacht".

Als "grobe Mängel" bezeichnete Kenesei die Tatsache, dass die von den Grünen an der Technischen Universität in Auftrag gegebene B301-Studie bei der öffentlichen Auflage "mit keinem Wort erwähnt wird", dass die Verantwortlichen offensichtlich noch nicht erkannt hätten, dass der Trassenverlauf der B301 durch eine "Tier- und Pflanzenwelt" gehe, die "auf der roten Liste" stehe, dass eine "dicke Schichte der Beamtenschaft die Informationen nur gefiltert weitergebe" und dass er, wenn er sich die Herren in der Wirtschaftskammer anschaue, glaube, "die ticken nicht richtig".
Der Gedanke, Wirtschaftsbetriebe entlang der geplanten B301 anzusiedeln, "widerspricht den Interessen der Wirtschaftstreibenden", so Kenesei.

Manfred Smetana, Schwechater Grün-Gemeinderat, bezeichnete
das Umweltverträglichkeitsgutachten mit "Horrorszenario, gesetzeswidrig und Quatsch". Smetana sagte u.a., dass man lt. Gutachten zu dem Schluss komme, die B301 würde von "keinem einzigen" aus dem Norden kommenden Fahrzeug benutzt, alle würden sofort auf die A4 abbiegen.

Helmuth Herbek, Vertreter der Plattform "Leben im Süden
Wiens" kündigte an: "Wenn die zuständigen Damen und Herren, die letzte Chance nicht nützen, dann sehen wir uns genau noch
dreimal. Beim Verfassungsgerichtshof, beim Europäischen
Gerichtshof und auf der Baustelle. Auf der Baustelle hören sich dann aber die Feinheiten auf. Denn dann gebe es den beinhartesten Widerstand." (Schluss) lei

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