Laxenburg: Auch Landesgeld für Veranstaltungszentrum

Ehemaliger Kaiser-Bahnhof wird Schmuckstück

St.Pölten (NLK) - Die Landesregierung beschloß kürzlich einen Finanzierungsbeitrag von zwei Millionen Schilling für das Jahr 2000 zur Renovierung des Altbestandes des ehemaligen Kaiser-Bahnhofes in der Marktgemeinde Laxenburg im Bezirk Mödling. Für den Veranstaltungsbetrieb werden zusätzliche Einrichtungen benötigt. Baubeginn war im Winter 1998, im Jahr 2000 - konkret denkt man an März 2000 - ist die Fertigstellung des Kommunikations- und Veranstaltungszentrums im ehemaligen Bahnhof geplant. Die Gesamtkosten betragen rund 38 Millionen Schilling.

Der Kaiser-Bahnhof in Laxenburg ist sozusagen der Rest der ehemaligen Stich-Eisenbahn von Mödling zur Sommerresidenz der Habsburger. Die Strecke wurde bald nach der Eröffnung von Wien bis Wiener Neustadt, nämlich 1845, gebaut. Zu dieser Zeit war der Kaiser-Bahnhof mit drei Geleisen der zweitgrößte Kopfbahnhof Österreichs, nach dem Wiener Westbahnhof, der vier Gleiskörper hatte. Bis 1932 blieb die Linie bestehen, dann wurde der Personen-, Gepäck-und Expreßgüterverkehr aufgelassen. Anfang 1938 folgte auch die Streichung Laxenburgs aus dem österreichischen Bahnhofverzeichnis.

Der Kaiser-Bahnhof diente danach zuerst als Werkstätte, als Scheune, als Reithalle sowie als Depot für Kunstschätze, zuletzt wurden ein Restaurant und eine Tennishalle untergebracht. Heute ist die Laxenburger Station der einzige noch erhaltene Biedermeierbahnhof der Welt. Das ganze Objekt ist seit Jahrzehnten im Besitz der Marktgemeinde Laxenburg, die den Bahnhof mit einem langfristigen Vertrag über Jahrzehnte komplett verpachtet hatte. Nach dem Tod des Pächters wurde der Bahnhof aus dem Nachlaß für die Gemeinde zurückgewonnen. Unmittelbar danach wurde ein Architektenwettbewerb ausgeschrieben. Die Marktgemeinde Laxenburg sah die Chance, dieses historisch bedeutsame Objekt zum Ausgangspunkt einer Strategie zur Ortsentwicklung zu machen. Architekt Prof. Dipl.Ing. Rüdiger Lainer ging als Sieger aus dem Wettbewerb hervor.

Das Restaurant wird jetzt saniert und für 100 bis 150 Personen ausgestaltet. Auch erhält man einen Veranstaltungsraum. Zudem gibt es zwei Jugendräume und für den Tennisklub, der auf dem Freigelände spielt, einen Klubraum mit Garderoben. Schließlich wird eine Kegelbahn mit zwei Bahnen gebaut.

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