"Wenig zu feiern und ein bißchen Hoffnung"

Caritas-Präsident Küberl zum Tag der Menschenrechte

Wien (OTS) - "Ich freue mich, daß es jetzt endlich den Menschenrechts-Ausschuß im Nationalrat gibt. Für mich ist das ein Zeichen der Hoffnung, denn damit ist ein Gremium geschaffen, das die Gesetze auf Menschenrechts-Veträglichkeit prüft. Nicht zuletzt wurde damit eine langjährige Forderung von Organisationen wie Amnesty International, der Diakonie und der Caritas erfüllt," sagte Caritaspräsident Franz Küberl bei einer Presse-konferenz im Parlament anläßlich des Internationalen Tages der Menschenrechte. "Trotzdem gibt es wenig Grund zu feiern. Noch immer wird in unserem Land Menschen das Recht auf Familienleben vorenthalten. Noch immer sind Familien davon bedroht, durch Abschiebung auseinandergerissen zu werden. Und auch vielen, die in unser Land gekommen sind, um sich hier eine Zukunft aufzubauen, wird es nicht erlaubt, Frau und Kinder nachzuholen." Küberl erhofft sich vom neuen Menschenrechtsausschuß "Impulse gegen die Unmenschlichkeit". Es sei Aufgabe der Parlamentarier, darauf zu achten, daß in unserem Land niemand zu einem Leben in Unmenschlichkeit verurteilt sei. Ein "besonders optimistischer" Wunsch Küberls: Daß der Menschenrechtsausschuß sich mit Fragen der Menschlichkeit auch über die Landesgrenze hinaus auseinandersetze. "Es wäre schön, wenn wir uns auch dann von Unmenschlichkeit betroffen zeigen, wenn dies unseren wirtschaftlichen Interessen widerspricht."

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