Bewarher oder "Unbequemer"

Ausgabe vom 10.12.1999

Klagenfurt (OTS) - Während sich der scheidende Wirtschaftskammer-Präsident Leopold Maderthaner damit herumschlagen muss, Gerüchte zu dementieren, er strebe einen "Versorgungsjob mit Dienstwagen" als Obmann der Sozialversicherung der Gewerblichen Wirtschaft an, steht im Wirtschaftsbund heute die Entscheidung an, wer bei der WK-Wahl 2000 an Stelle Maderthaners den Kampf um den Chefsessel aufnehmen wird.

In einer gestern veröffentlichten Gallup-Unternehmensbefragung rangiert der oberösterreichische Landesrat Christoph Leitl mit 33 Prozent klar vor dem Salzburger WK-Präsidenten Günter Puttinger (sieben Prozent). 40 Prozent der Befragten zeigten sich unentschlossen. Der als Favorit gehandelte Leitl gilt allgemein als der radikalere Reformer, Puttinger eher als dem System verbundener Bewahrer, dem man bestenfalls behutsame Reförmchen zutraut. Leitl betont gerne seine "Unbequemheit" und führt für sich ins Treffen, dass er der WK verloren gegangene Wirtschaftskompetenz wiedergeben will. Puttinger sieht sich als Vertreter des Klein- und Mittelstandes.

Noch ist alles möglich, denn die Entscheidung treffen nicht die befragten Unternehmer, sondern die 260 Funktionäre. Der Mann an der Spitze des Wirtschaftsbundes, für den sie sich heute entscheiden werden, hat aber den schwersten Teil des Weges noch vor sich - die WK-Wahl im Frühjahr und vor allem die Beschleunigung des Reformkurses der Wirtschaftskammer, die nur als effiziente, auf die Bedürfnisse ihrer Mitglieder ausgerichtete Interessensvertretung eine Chance hat.

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