ots Ad hoc-Service: Philipp Holzmann AG <DE0006082001>

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Der Aufsichtsrat der Philipp
Holzmann AG hat sich in seiner heutigen Sitzung ausführlich mit dem Bericht und den Prüfungsfeststellungen des Sonderprüfers Ernst & Young und den hieraus zu ziehenden Konsequenzen befaßt. Die Ergebnisse der Feststellungen und deren rechtliche Würdigung lassen zweifelsfrei erhebliche Pflichtverletzungen früherer Vorstandsmitglieder und leitender Mitarbeiter erkennen. Der Aufsichtsrat hat daher den Auftrag erteilt, neben den bereits laufenden Ermittlungen der Staatsanwaltschaft unverzüglich zivilrechtliche Maßnahmen gegen die betroffenen Personen zu ergreifen.

Ferner hat sich der Aufsichtsrat die Ursachen erläutern lassen, die zu einem voraussichtlichen Jahresverlust von rund 2,4 Mrd. DM geführt haben. In diesem Zusammenhang haben sowohl der Sonderprüfer als auch der Abschlußprüfer KPMG Stellungnahmen abgegeben. Sowohl die im Sonderprüfungsbericht mit 600 Mio. DM bezifferten Verlustpotentiale einer ausgewählten Anzahl von Projekten und Geschäftsvorfällen als auch die im Anschluß hieran vom Vorstand der Philipp Holzmann AG vorgenommene Gesamtbeurteilung beruhen zu einem hohen Maße auf einer stichtagsbezogenen Neueinschätzung von in früheren Jahren eingeleiteten Geschäftsvorfällen (Altlasten). Der Gesamtbetrag der Verluste wird im Jahresabschluß 1999 ausgewiesen und von einer Öffnung früherer Jahresabschlüsse nach heutigem Kenntnisstand Abstand genommen. Die Bestätigungsvermerke der KPMG für die Vorjahre stehen deshalb nicht in Frage.

Der Vorstand und die das Restrukturierungsprogramm begleitende Unternehmungsberatungsgesellschaft Roland Berger & Partner haben über die Spezifizierung des Programms, erste Schritte und den vorgesehenen Gesamtablauf berichtet. Der Aufsichtsrat unterstreicht nachhaltig die gegebene Sanierungsfähigkeit des Unternehmens. Hierzu ist allerdings die Leistung Aller erforderlich (Mitarbeiter, Banken und Kreditversicherer). Er hat sich ferner das am 24. November 1999 mit den Gläubigerbanken und der Bundesregierung vereinbarte finanzielle Sanierungspaket erläutern lassen. Zudem würdigt er mit hohem Respekt den Beitrag der Arbeitnehmerseite. Er legt ausdrücklich Wert darauf, daß die hierdurch gewonnenen Freiräume ausschließlich zur Sanierung des Unternehmens, nicht aber wettbewerbsmäßig eingesetzt werden.

Herr Dr. Heinrich Binder hat den Aufsichtsrat gebeten, zum 14. Dezember 1999 aus dem Vorstand ausscheiden zu können. Der Aufsichtsrat respektiert den Wunsch von Herrn Dr. Binder und dankt ihm für die in sehr schwieriger Zeit geleistete Arbeit. Der Aufsichtsrat hat Herrn Professor Dipl. Ing. Konrad Hinrichs mit Wirkung vom 15. Dezember 1999 zum Vorsitzenden des Vorstandes berufen.

Ende der Mitteilung
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