Vorabmeldung WirtschaftsBlatt vom 10.12.1999 Handy-Verbot bei Airlines fällt Boeing und Airbus sprechen sich für das Telefonieren am Boden aus

Wien (OTS) - Bereits ab kommendem Jahr könnten laut WirtschaftsBlatt gestresste Manager in Flugzeugen mit ihrem Handy telefonieren. "Wir warten die neue Iata-Empfehlung ab, die unterwegs ist. Das Verbot ist aber noch in Kraft", sagt ein Sprecher der Austrian Airlines zum WirtschaftsBlatt. Bei der Lauda-Air von Vieltelefonierer Niki Lauda ist die Lage ähnlich. Grund des bisherigen Verbots laut AUA: Die Interferenz mit Fluginstrumenten im Cock Pit. Die RCTA, die amerikanische Forschungsorganisation für Flugzeugtechnik, sagt jetzt das Gegenteil: Die Flugunternehmen haben die Passagiere in die Irre geführt. Dass Mobiltelefone den Flugbetrieb stören würden konnte bisher in keinem einzigen Fall bewiesen werden. Alle wissenschaftlichen Studien zum Thema haben gezeigt, dass die Mobilfunk-Signale keine wie immer geartete Auswirkung auf die Fluginstrumente haben, da die Telefone auf einer anderen Frequenz funken. Deswegen dürfen bisher kommunikations-eingeschränkte Passagiere der American Airlines am Boden bereits telefonieren. Die Flugzeughersteller Boeing und Airbus haben selbst umfangreiche Untersuchungen durchgeführt. Airbus empfiehlt jetzt seinen Kunden, das Verbot aufzuheben. Boeing hingegen schlägt den Fluggesellschaften vor, die Sperre am Boden aufzuheben, in der Luft sollte es aber wegen der sogenannten elektronischen Umweltverschmutzungen bestehen bleibe . Der Grund für das ursprüngliche Verbot war, dass die amerikanische Telefonbehörde FCC ein Problem für die Sendestationen am Boden sahen, da Mobiltelefone in der Luft an mehreren Basisstationen gleichzeitig eingeloggt waren. FCC empfahl daher ein Verbot, das dann von der Branchenorganisation Iata übernommen wurde.

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