AK: WTO muss auch über Auswirkungen der Liberalisierung nachdenken

Rechte der ArbeitnehmerInnen müssen weltweit gestärkt werden

Wien (OTS) - Die AK bedauert das Scheitern der
WTO-Ministerkonferenz von Seattle. Damit ist fürs Erste eine umfassende Weiterentwicklung der Regeln für den Welthandel nicht möglich, und die Verhandlungen wären lediglich auf die Öffnung der Märkte im Bereich der Landwirtschaft und der Dienstleistungen beschränkt. Das aber ist dem stellvertretenden Direktor der AK, Werner Muhm, zu wenig: "Die WTO hat nicht nur die Aufgabe zu liberalisieren, sondern sie muss sich auch um die Auswirkungen dieser Liberalisierungsschritte kümmern."****

Das Thema Handel und Sozialnormen hatte einen hohen Stellenwert in der Konferenz eingenommen. Und das sei auch richtig gewesen, betont Muhm. Es sei unbestritten, dass die Rechte der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer weltweit gestärkt werden müssten. Sowohl die Demonstrationen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, als auch die an der Konferenz teilnehmenden Minister hätten diese Forderung einhellig unterstrichen. Das Ziel scheint also ausser Diskussion zu stehen, nur über den Weg der Umsetzung seien sich die Teilnehmer uneins. Muhm fordert daher die österreichischen Vertreter bei der WTO auf, sich weiter um eine umfassende Runde - unter Einschluss der Themen Handel und Sozialnormen - zu bemühen.

Für Muhm ist die WTO das geeignete Forum, um grundlegende Arbeitnehmerrechte zu verankern und durchzusetzen. Durch den Abbau von Handelshemmnissen allein entstehe aber nicht automatisch ein höherer Lebensstandard für alle. Für den AK Direktor ist dafür eine internationale Handelspolitik nötig, in der auch soziale Gerechtigkeit und Schutz ihren Platz finden. Muhm verlangt auch die Einbeziehung einer nachhaltigen Umweltpolitik in das Regelwerk des Welthandels.

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