Arbeitsstiftung für Ergee-Mitarbeiter

Prokop: Land NÖ hilft mit 3 Millionen

St.Pölten (NLK) - "Das Land Niederösterreich setzt seine Hilfsmaßnahmen am Arbeitsmarkt dort, wo sie benötigt werden. Daher werden wir gekündigte Mitarbeiter der Schremser Textilfirma Ergee finanziell unterstützen, damit sie bald wieder einen neuen Arbeitsplatz finden", teilte Landeshauptmannstellvertreterin Liese Prokop nach einem Gespräch mit der Geschäftsführung von Ergee in St.Pölten am Dienstag mit.

Ergee beschäftigt derzeit im Schremser Textilbetrieb 420 Personen. Nach derzeitiger Einschätzung der Geschäftsführung müssen bis Mitte des nächsten Jahres bis 150 Mitarbeiter gekündigt werden. Dies ist laut Ergee-Geschäftsführung Bestandteil eines Sanierungskonzeptes, das die Konzentration auf die Erzeugung von Strümpfen vorsieht und dessen Realisierung für das mittelfristige Überleben für Ergee notwendig ist.

Die Ergee-Textilgruppe steht seit zwei Jahren über die GBI-Gesellschaft für industrie-politische Maßnahmen ("Pleite-Holding") im Eigentum des Bundes. Die Ergee-Gruppe betreibt eine weitere Produktionsstätte für Textilien in Tschechien, eine Handelsniederlassung wird in Deutschland geführt.

Landeshauptmannstellvertreterin Prokop verhandelt nun mit Ergee und dem Arbeitsmarktservice NÖ über die Errichtung einer Arbeitsstiftung. In dieser Arbeitsstiftung sollen gekündigte Ergee-Mitarbeiter beruflich neu orientiert und zusätzlich ausgebildet werden, damit sie innerhalb eines Jahres wieder in den Arbeitsmarkt integriert werden können.

"Das Land Niederösterreich ist bereit, in die Arbeitsstiftung 20.000 Schilling pro Teilnehmer einzubringen. Vom AMS erwarten wir neben der Bezahlung des Arbeitslosengeldes einen zumindest gleichhohen Förderbetrag für die Arbeitsstiftung. Die zweite Hälfte der Stiftungskosten, die mit etwa 65.000 Schilling pro Teilnehmer angesetzt werden können, ist vom Unternehmer im Rahmen eines Sozialplanes beizusteuern" legt Prokop Wert darauf, daß sowohl das AMS als auch das Unternehmen selbst einen wesentlichen Finanzierungsbeitrag für die geplante Arbeitsstiftung leisten. Wenn man von 150 Teilnehmern ausgeht, sind die Kosten der Arbeitsstiftung für die Ergee-Mitarbeiter mit rund 10 Millionen Schilling anzusetzen. Das Land Niederösterreich würde dafür bis zu 3 Millionen Schilling bereitstellen.

Das Land Niederösterreich hat in den letzten Jahren mit Arbeitsstiftungen, die gemeinsam mit betroffenen Unternehmen und dem AMS finanziert wurden, gute Erfahrungen gemacht. Bei den meisten dieser Arbeitsstiftungen wie etwa der AUFLEB-Stiftung für den Lebensmittelsektor ist es gelungen, zumindest 75 Prozent der Teilnehmer nach einer beruflichen Umschulung wieder in den Arbeitsprozeß zu integrieren.

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