Fortschritt in der Onkologie: Neue klinische Prüfungen mit Angiogenese-Inhibitor EMD 121974 in Europa und den USA

Darmstadt (ots) - Merck hat heute den Start neuer klinischer Prüfungen der Phase I und II mit dem Angiogenese-Inhibitor EMD 121974 in Europa und den USA bekanntgegeben. Bei dieser Substanz handelt es sich um eines der innovativen Biotherapeutika im Onkologie-Portfolio des Unternehmens.

In den Vereinigten Staaten hat das Nationale Krebsforschungsinstitut (National Cancer Institute; NCI) bereits im Oktober 1999 bei der amerikanischen Zulassungsbehörde FDA eine sogenannte Investigational New Drug Application eingereicht. Dies ist die Voraussetzung für die erste von insgesamt drei klinischen Studien der Phase I, die das National Cancer Institute auf Basis einer gemeinsamen Forschungs- und Entwicklungsvereinbarung mit der Merck KGaA unternehmen wird. Ziel dieser Studien ist die Untersuchung von Sicherheit, Toxizität und biologischer Wirksamkeit des Angiogenese-Inhibitors EMD 121974 bei der Behandlung von soliden Tumoren, des Kaposi-Sarkoms sowie von Gehirntumoren. Die erste dieser Studien hat im Dezember 1999 begonnen.

Zusätzlich zu den Aktivitäten in den USA hat Merck in Europa zwei klinische Phase-II-Studien mit EMD 121974 in eigener Regie gestartet. Diese Studien haben bereits Mitte Oktober 1999 begonnen und umfassen bis zu 180 Patienten mit nicht-kleinzelligen Lungenkarzinomen und Pankreas-Karzinomen. "Wir sind erfreut über die Fortschritte unseres Angiogenese-Inhibitors, und wir sind optimistisch, dass dieses wichtige Produkt auch die nächsten Entwicklungsschritte planmässig absolvieren wird," sagt Dr. Klaus Hönneknövel, Mitglied des Pharma Management Board und Leiter der Geschäftseinheit Onkologie der Merck KGaA. Merck wird die Ergebnisse der Europäischen Phase-I-Studie mit EMD 121974 anläßlich des 36. ASCO-Jahrestreffens vom 20.-23. Mai 2000 in New Orleans präsentieren.

Anti-Angiogenese ist ein innovatives Konzept bei der Behandlung solider Tumoren. Es beruht auf der Überlegung, den Tumor vom Blutkreislauf und damit von der Nährstoffzufuhr abzuschneiden. 1994 zeigten die Wissenschaftler David Cheresh und Peter Brooks am amerikanischen Scripps Research Institute, daß es möglich ist, das Tumorwachstum durch eine gezielte Blockade von Rezeptoren an der Oberfläche von Endothelzellen zu unterbinden. Diese Forschungsarbeiten, die von der Merck KGaA finanziell unterstützt wuden, legten die Wirkung kleiner organischer Moleküle als Wirksubstanzen nahe. Wissenschaftler bei Merck, am Scripps Research Institute und an der TU München entwickelten daraufhin ein cyclisches Peptid, das die Entwicklung neuer Blutgefäße hemmt - mit dem Ergebnis, daß die Tumorzelle ausgehungert wird. Dieses Ergebnis wurde inzwischen in Tierversuchen bestätigt.

Das Onkologie-Portfolio der Merck KGaA vereint die derzeit führenden therapeutischen Ansätze in der Krebsforschung. Das Unternehmen hat eine Reihe von Wirksubstanzen auf diesem Gebiet entwickelt oder von strategischen Partnern einlizensiert. Das Portfolio basiert auf vier Technologieplattformen (Monoklonale Antikörper, Krebsimpfstoffe, Immunozytokine und Angiogenese-Inhibitoren) und umfaßt derzeit zehn Projekte in unterschiedlichen Stadien der präklinischen und klinischen Entwicklung. Mit der Markteinführung der ersten Medikamente wird etwa im Jahre 2002 gerechnet.

Die Merck KGaA ist ein Verbund innovativer Unternehmen, die mit ihren Produkten in den Märkten Pharma, Labor und Spezialchemie entscheidende Beiträge zu mehr Gesundheit und Lebensqualität leisten. Das Unternehmen mit Sitz in Darmstadt ist mit 33.000 Mitarbeitern in 120 Ländern vertreten und erzielt einen Umsatz von rund zehn Milliarden DM. Merck betrachtet die Förderung der Eigeninitiative und Selbstverantwortung der Mitarbeiter, anwendungsorientierte Forschung und Entwicklung sowie strikte Kundenorientierung in den Märkten als Schlüssel zum langfristigen Unternehmenserfolg.

ots Originaltext: Merck KGaA
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