Dirnberger: Die Geldbörsen der Patienten dürfen nicht zu Selbstbedienungsläden der Ärzte werden

Befristete Verträge für Kassenärzte gefordert

Wien (OTS) - "Eine Gebühr für den Besuch einer Spitalsambulanz einzuheben, ist nichts anderes als ein neuerlicher Raubzug in die Geldbörsen der Patienten." Mit diesen Worten reagierte heute AK-Vizepräsident Alfred Dirnberger (ÖAAB) auf eine diesbezügliche Forderung von Ärztekammer-Präsident Dr. Otto Pjeta in der neusten Ausgabe des Ärztemagazins. "Präsident Pjeta soll erst einmal dafür sorgen, dass den Patienten genügend niedergelassene Ärzte mit Kassenverträgen zur Verfügung stehen. sein Vorschlag ist nichts anders als eine leicht zu durchschauende Geldbeschaffungsaktion. Während Patienten Wochen auf einen Termin bei Fachärzten, z.B. bei Augenärzten oder Gynäkologen , warten müssen, fordert Pjeta unverschämt weitere Belastungen.

Als zusätzliches Kriterium der Sicherung von Qualität und zur Sicherung der Ökonomie in der Medikamentenverschreibung fordert Dirnberger sowie der Obmann der Sozialversicherungsanstalt der Bauern NR Karl Donabauer (ÖVP) die zeitliche Befristung von Kassenverträgen für Ärzte.

Für Ärzte sind die Geldbörsen der Patienten offenbar Selbstbedienungsläden, kritisiert Dirnberger auch ÖVP-Gesundheitssprecher Dr. Erwin Rasinger, der Selbstbehalte für die Patienten fordert. Dirnberger: "Es geht darum, dass auch die Ärzte das ihre zu einem leistbaren Gesundheitssystem beitragen und nicht ständig neue Schröpfaktionen für die Patienten erfinden. Ein wichtiger Schritt bei der Verteilung der Patientengelder auf die Ärzte wäre eine bessere Verteilung auf die Ärzte untereinander. Die Kluft zwischen sehr gut verdienenden Ärzten und schlecht verdienenden Ärzten ist viel zu groß und oftmals durch das Versagen der Ärztekammer bestimmt."

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