10 Jahre Kalvarienberg-Wohnheim der EMMAUS-Gemeinde

Prokop: Soziales Netz ein Stück engmaschiger

St.Pölten (NLK) - In St. Pölten wurde heute in Anwesenheit von Landeshauptmannstellvertreterin Liese Prokop, Bischof Kurt Krenn und Bürgermeister Willi Gruber das 10-jährige Jubiläum des als Notschlafstelle gegründeten Wohnheimes Kalvarienberg der EMMAUS-Gemeinde gefeiert.

Prokop betonte dabei, Österreich zähle zwar zu den absolut reichsten Ländern in Europa, die Zahl jener, die durch das Netz des Sozialsystems fallen, werde aber immer größer. Angesichts höherer Anforderungen, eines strengeren und erbarmungsloseren Klimas in der Arbeitswelt und einer immer geringeren Zahl direkt in der Produktion Beschäftigter gehe diese Schere immer weiter auseinander.

Mit der EMMAUS-Gemeinschaft und ihrem Motto "Arbeit statt Almosen", so Prokop weiter, sei das soziale Netz ein Stück engmaschiger geworden. Die EMMAUS-Gemeinschaft sei einer der kompetentesten, solidesten und innovativsten Partner des Landes in sozialen Fragen und vereinige Liebe und Kompetenz in unnachahmlicher Art. Die Gesellschaft sei allzuschnell mit Urteilen über Menschen am Rande dieser Gesellschaft zur Hand, bei der EMMAUS-Gemeinschaft fänden diese Zuflucht, ein Dach, Hand und Herz und damit eine gewisse Chance für Beschäftigung und Wiedereingliederung in die Gesellschaft.

Im Laufe der 10 Jahre hat die EMMAUS-Gemeinschaft am Kalvarienberg rund 1.000 Gäste aufgenommen. Jeder vierte der Obdachlosen, Haftentlassenen und in Not Geratenen hatte zum Zeitpunkt seiner Aufnahme bereits einen Selbstmordversuch hinter sich, zwei Drittel der Hilfesuchenden schaffen die Wiedereingliederung in die Gesellschaft. Die Initiative wird von einem Kreis von 4.000 Spendern, der Diözese, der Stadt St. Pölten, dem Justizministerium und dem AMS unterstützt, das Land Niederösterreich trägt 80 Prozent der laufenden Kosten.

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