Wienstrom: Grundsteinlegung für das Kraftwerk Donaustadt 3

Inbetriebnahme im Jahr 2001

Wien (OTS) - * G E S P E R R T bis 07.12.1999 15:00 Uhr *

Stadträtin Mag. Brigitte Ederer legte heute den
Grundstein für das neue Kraftwerk Donaustadt 3 der Wienstrom GmbH. Mit den Aushubarbeiten und der Verdichtung des Untergrundes wurde bereits im November begonnen. Die Inbetriebnahme soll im Oktober 2001 erfolgen. Das neue Kraftwerk wird sowohl Strom als auch Fernwärme liefern. Durch diese gemeinsame Produktion und den Einsatz neuester Kraftwerkstechnologie wird der Wirkungsgrad bis zu 86 % betragen. Dadurch rechnen sich die Investitionen von etwa 2 Milliarden Schilling (=145 Millionen Euro).****

Die Erzeugung in den eigenen thermischen Kraftwerken stellt mit rund 50 % Anteil an der gesamten Stromaufbringung ein wichtiges Standbein der Stromversorgung von Wienstrom dar. Aus diesem Grunde und im Bewusstsein eines stärker werdenden Wettbewerbes am Elektrizitätsmarkt wurde eine Studie über die Möglichkeiten, die Eigenerzeugung unter technischen, wirtschaftlichen und nicht zuletzt ökologischen Gesichtspunkten zu verbessern erstellt.

Hoher Wirkungsgrad

Im Bereich der Gasturbinentechnologie konnten in den letzten Jahren spektakuläre Fortschritte erzielt werden, die eine Verbesserung des Wirkungsgrades für die Stromerzeugung bis auf 58 % erbrachte. Dieser sensationelle Technologiesprung ist in der Großkraftwerkstechnik in dieser kurzen Zeit beispiellos. Der Brennstoffaufwand für die Erzeugung einer Kilowattstunde Strom liegt bei modernen Gas- und Dampfturbinenanlagen (GuD) um ein Drittel unter jenen eines konventionellen Wärmekraftwerkes. Die Brennstoffausnutzung bei voller Fernwärmeauskopplung liegt sogar bei 86 %. Infolge dieses hohen Wirkungsgrades können beim neuen Kraftwerk Donaustadt 150 Millionen Kubikmeter Erdgas eingespart werden. Um einen optimalen Kraftwerksstandort zu erhalten, wurden die Standorte Inzersdorf, Simmering und Donaustadt verglichen. Zur Bewertung der untersuchten Standort-möglichkeiten wurden in erster Linie die notwendigen infrastrukturellen Einrich-tungen, wie Erdgasversorgung, Kühlwasserversorgung, Fernwärmeanbindung und Stromabtransport als Kriterien herangezogen. Hier hat sich Donaustadt als der optimale Standort ergeben.

Vorteile eines Kraftwerks-Neubaues

Das neue Kraftwerk wird 350 Megawatt Strom und 250 Megawatt Fernwärme gleichzeitig erzeugen können und folgende Vorteile bringen:

  • Modernisierung des Kraftwerksparks von Wienstrom
  • Verbesserung der Konkurrenzfähigkeit und Versorgungssicherheit
  • Verminderung der Eigenerzeugungskosten
  • neuester technologischer Standard
  • günstigste Investitionskosten
  • spektakuläre Wirkungsgradverbesserung
  • Verbesserung der ökologischen Bedingungen
  • Abdeckung des steigenden Fernwärmebedarfes
  • Primärenergieeinsparung (das bedeutet auch einen Beitrag zur CO2 - Reduktion)
  • EU-Binnenmarktrichtlinie bevorzugt ebenfalls Kraft-Wärme-Kopplung

Wichtige Investition für österreichische Wirtschaft

Neben den wirtschaftlichen Auswirkungen für Wienstrom und den ökologischen Vorteilen sichert der Bau des Kraftwerkes Donaustadt 3 auch zahlreiche österreichische Arbeitsplätze. Denn das Engineering der Kraftwerksanlage, die Bautechnik, die Anlage für den Wasserkreislauf, alle Nebenanlagen und Montagearbeiten werden fast ausschließlich von österreichischen Arbeitskräften durchgeführt. Im August 1999 wurde die Firma Siemens AG Österreich als Generalunternehmer beauftragt. Insgesamt verbleiben nach Angaben der Firma Siemens Österreich ca. 50 - 60% der Wertschöpfung in Österreich.

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