Knotzer: Betriebskrankenkasse der Semperit darf nicht durch Versicherungsträger "aufgesaugt" werden

Hauseigene Betriebskrankenkasse soll erhalten bleiben

St. Pölten, (SPI) - Die kürzlich aufgeflammte Diskussion um die Sozialversicherungsträger verunsichert zunehmend die Belegschaft der Semperit Reifen GmbH. Die betroffenen Arbeiter und Angestellten der Semperit laufen gegen etwaige Eingliederungsabsichten ihrer Betriebskrankenkasse (BKK) zu Recht Sturm. "Die gut funktionierende Führung der eigenen Betriebskrankenkasse darf nicht durch einen anderen Versicherungsträger "aufgesaugt" werden", unterstützt der Traiskirchner Bürgermeister, Fritz Knotzer, die Forderungen der Semperit-Belegschaft.****

Der Betriebsrat der Semperit Reifen GmbH bezeichnet eine mögliche Übernahme der hauseigenen Betriebskrankenkasse sogar als eine "verfassungswidrige Enteignung per Gesetz". Die Semperit-Betriebskrankenkasse umfaßt derzeit 13 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den Dienststellen Wimpassing, Traiskirchen und Wien, wobei erwähnt werden muss, dass sie weder Dienstautos benützen noch steht dieser Abteilung ein eigener Direktor vor und alle 13 Personen beziehen durchschnittliche Gehälter. Die Angestellten der Betriebskrankenkassse nehmen die sozialrechtlichen und krankenversicherungsrechtlichen Agenden von 12.179 Personen wahr. Diese Betreuung durch die Betriebskrankenkasse erfolgt laut Belegschaft zur vollsten Zufriedenheit. Außerdem konnte auf Grund der perfekten Gebarung der Semperit-Betriebskrankenkasse seit ihrer Gründung, Rücklagen angespart werden, weil es diese selbstverwaltende Einrichtung verstand, vernünftig mit dem Geld zu haushalten.

"Eine Übernahme der Betriebskrankenkasse durch einen anderen großen Versicherungsträger hätte für die Belegschaft mehrere negative Folgen. Die 13 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der BKK wären mit einem Schlag arbeitslos. Die Beschäftigten der Semperit müssten befürchten, dass die gebildeten Rücklagen der BKK durch den Versicherungsträger intern umgeschichtet werden, was zweifelsohne eine gewisse Unüberschaubarkeit in sich birgt. Außerdem würde die persönliche Betreuung der Angestellten und Arbeiter durch ihre Kollegen der BKK, die einander natürlich gut kennen, wegfallen. Es ist somit nicht einzusehen, wieso eine überschaubare, bestens funktionierende und selbst verwaltende Betriebskrankenkasse, mit der die Arbeiter und Angestellten der Semperit umfassend zufrieden sind, ersetzt werden soll", betont Bürgermeister Fritz Knotzer abschließend.
(Schluss) as

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Tel: 02742/200-2794

Landtagsklub der SPÖ NÖ

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NSN/NSN