Das "Trockene Auge" - nur lästiges Übel unserer Zeit ?

Wien (OTS) - Am 3. Dezember 1999 fand in Wien ein Konsens-Meeting zum Thema "Trockenes Auge" statt. Spezialisierte Augenärzte erarbeiteten unter der Leitung von Frau Prof. Dr. Huber-Spitzy Standards zur Diagnosesicherung, Schweregradeinteilung und rationellen Therapieführung dieses komplexen Krankheitsgeschehens.

Stets liegen dem "Trockenen Auge" Benetzungsstörungen der Augenoberfläche zugrunde. Die Ursachen dafür können u.a. Hormonstörungen, rheumatische oder Autoimmunkrankheiten sein. Gelegentlich können sich dahinter auch schwere Augen- oder Allgemeinkrankheiten verbergen. Häufig treten solche Benetzungsstörungen bei nicht ideal versorgten Kontaktlinsenträgern (Wahl des Linsentyps, des Materials und der KL-Hygiene), als Nebenwirkung verschiedenster Medikamente, als toxische Schäden, Vitaminmangel oder einfach als Reaktion auf Umwelteinflüsse (schlecht eingestellte Klimaanlagen, überheizte Räume, vermehrtes bodennahes Ozon, Chemiedämpfe), aber auch als Zeichen eines nicht korrigierten Sehfehlers auf. Alleiniges Anwenden von sog. Benetzungstropfen, die in einer Vielzahl sogar rezeptfrei erhältlich sind, ist ohne augenärztliche Diagnose nicht nur sinnlos, sondern kann ein evtl ernstes Krankheitsbild verschleiern. Je nach Schweregrad (eine einfache Einteilung in 3 Stufen wurde als sinnvoll festgelegt) verordnet der Augenarzt je nach sonstiger Diagnose sog. Tränenersatzmittel (auch hier gibt es eine rationelle Einteilung der verschiedenen Produkte).

Die Ergebnisse dieses Experten-Meetings werden in geeigneter Form auch den Sozialversicherungsträgern als Grundlage zum Verständnis dieses Krankheitsbildes und zur Beurteilung wirksamer und rationeller Therapiekonzepte dienen können.

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Rückfragen & Kontakt:

Frau Prof. Dr. V. Huber-Spitzy,
c/o Augenabteilung Sanatorium Hera,
Löblichgasse 14, 1090 Wien
Tel. 01/313 50 - 251 oder
e-mail: huspi@magnet.at

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