NÖ und Burgenland: Strom aus Biomasse

Fördervertrag für Kompetenzknoten unterzeichnet

St.Pölten (NLK) - "Es ist ein zukunftsträchtiger grenzüberschreitender Schritt", erklärte Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll: Im historischen NÖ Landhaus in Wien unterzeichnete er heute gemeinsam mit dem burgenländischen Landeshauptmann Karl Stix und Vertretern der Wirtschaft und der Wissenschaft einen Fördervertrag für zwei Kompetenzknoten in Wiener Neustadt und in Güssing im Rahmen eines Kompetenznetzwerkes "Energie aus Biomasse". Ziel ist die Gewinnung von Strom aus Biomasse, dafür werden zunächst zwei bestehende Fernwärmeanlagen in Wiener Neustadt und Güssing zu Pilot-, Forschungs- und Demonstrationsanlagen ausgebaut. Kompetenzknoten sind Schnittstellen zwischen der Wissenschaft und der wirtschaftlichen Praxis. Der heute unterzeichnete Vertrag läuft bis 2003, eine Verlängerung bis 2006 ist möglich. Niederösterreich wird zunächst fünf Millionen Schilling zur Verfügung stellen.

Landeshauptmann Pröll betonte, mit den Kompetenzknoten sollen neue Ressourcen und Märkte erschlossen, ein weiterer Schritt zur Erreichung des Klimabündnisses gesetzt, zusätzliche Einkommensmöglichkeiten genützt und zukunftsträchtige Arbeitsplätze geschaffen werden. Zunächst sind 30 Arbeitsplätze in der Forschung vorgesehen, insgesamt könnten es in fünf Anlagen rund 200 werden.

Landeshauptmann Stix sieht mit dem Kompetenznetzwerk auch eine Chance, zur Lösung der Energieprobleme in den künftigen neuen EU-Mitgliedsländern beizutragen und gleichzeitig den Export anzukurbeln.

EVN-Generaldirektor Dr. Rudolf Gruber bilanzierte, das die EVN mit 25 Anlagen bereits der größte österreichische Anbieter von Wärme aus Biomasse ist. Das Unternehmen betreibt auch die Anlage in Wiener Neustadt.

Univ.Prof. Dr. Hermann Hofbauer sieht in dem Projekt, nämlich im Zusammenwirken von Wirtschaft, Betreibern, Anlagenbauern und Wissenschaftern, den Beginn "einer ganz neuen Dimension in der Biomasse-Forschung". Selbstverständlich sollen auch die Fachhochschulen in der Region soweit wie möglich eingebunden werden.

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Pressestelle
Tel.: 02742/200-2180

Niederösterreichische Landesregierung

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NLK/NLK